Gehaltsreport: Das verdienen Fachkräfte im Marketing

Führungs- und Fachkräfte aus dem Marketing können sich mit ihrem Gehalt durchaus mit anderen Branchen messen. Am meisten verdienen Brandmanager, Marketingspezialisten aus der Pharmabranche und Marketer aus südlichen Bundesländern. Die Ergebnisse im Einzelnen:

Text: W&V Redaktion

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Die Hessen sind die Großverdiener unter den Marketern.
Die Hessen sind die Großverdiener unter den Marketern.

Die Führungs- und Fachkräfte aus Marketing und Vertrieb können sich durchaus mit anderen Branchen messen. Das zeigt der aktuelle Gehaltsreport der Jobbörse Stepstone, der die Durchschnittsverdienste einzelner Branchen auflistet. Insgesamt können Fach- und Führungskräfte aus der Marketingbranche mit einem Durchschnittsverdienst von 52.244 Euro rechnen.

Der Verdienst allerdings kann - je nach Region - sehr unterschiedlich ausfallen. Am besten verdienen die Marketingleute aus Hessen mit einem Durchschnitt von 56.143 Euro pro Jahr. Danach folgen die Regionen Baden-Württemberg und Bayern. Einsames Schlusslicht sind Marketer in Sachsen: Ihr Jahresvedienst liegt bei gerade mal 38.455 Euro. Auch in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg ist der Verdienst vergleichsweise gering. Er pendelt sich bei etwa 42.000 Euro ein.

Weitere spannende Ergebnisse der Erhebung: Personalverantwortung ist auch im Marketing-Bereich immer für einen Gehaltssprung gut - 19 Prozent mehr verdienen Leute, die anderen was zu sagen haben. Nicht alle Marketer bekommen ein Fixgehalt. Laut Stepstone beträgt der variable Anteil an der Vergütung sieben Prozent. Ob ein Mitarbeiter studiert hat oder nur einen schulischen Abschluss vorzuweisen hat, macht sich deutlich bemerkbar: Vor allem bei geringer Berufserfahrung klafft die Gehaltsschere weit auseinander. Ein interessanter Ausreißer ist der Eventbereich: Hier verdienen nach zehn Jahren Berufserfahrung Angestellte mit Schulausbildung (59.000 Euro) deutlich mehr als welche mit Studium (50.792 Euro).

Die Bestverdiener der Branche sitzen in den Marketingabteilungen von Pharma-Unternehmen, von Medizintechnik-Unternehmen und bei Energieversorgern mit durchschnittlichen Jahresgehältern von 72.038 Euro, 71.518 Euro und 68.133 Euro. Auch Marketer für Elektrotechnikunternehmen (66.992 Euro), aus der Konsumgüterindustrie (65.712 Euro), von Finanzdienstleistern (65.489  Euro) und Chemieunternehmen (65.372 Euro) verdienen vergleichsweise ordentlich.

Zum Berufseinstieg liegen die Gehälter nach relativ nah beieinander: Mit unter zwei Jahren Berufserfahrugn verdient kaum ein Angestellter mehr als 40.000 Euro im Schnitt. Allein Fachkräfte für Produktmanagement, für CRM und für Markenführung/ Brand-Management liegen oberhalb dieser Grenze. Produktmanager und Brand-Manager entpuppen sich aber dann mit wachsender Erfahrung als die Großverdiener unter den Kollegen - mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung kommen sie auf 83.702 Euro, bzw. 77.818 Euro. Die Event-Manager und Social-Media-Manager hingegen werden auch nach zehn Jahren mit Durchschnitssgehältern knapp über der 50.000er-Marke eher bescheiden honoriert.

Die Marketing- und Vertriebsleute übrigens können sich im Gesamtbranchen-Vergleich durchaus sehen lassen mit einem soliden Platz im Mittelfeld. Spitzenreiter der Stepstone-Tabellen sind erwartungsgemäß Ärzte, Juristen und Banker, wohingegen Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Handwerk, Pflege und Assistenz mit einem geringeren durchschnittlichen Jahresgehalt rechnen können.


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