Gerade Kindern würden falsche Rollenbilder vermittelt. Ihnen würden zu früh gesellschaftliche Erwartungen vermittelt, zu viele ihrer "Potenziale" beschränkt. Domscheit-Berg nennt als Beispiel zwei Merchandsing T-Shirts, die Lindt für Jungen und Mädchen vertreibt. Bei den Jungs steht auf grünem Untergrund: "Frech, wild, goldig". Die Mädchen werden mit "Außen goldig, innen süß" bezeichnet.

Um das besondere Augenmerk auf die Wirkung des Gender-Marketings bei Kindern zu richten, soll im kommenden Jahr der Goldene Zaunpfahl in zwei Kategorien verliehen werden: der Preis für die schlimmste Erwachsenen-Werbung und ein Preis für die schlimmste geschlechtsspezfische Werbung, die sich an Kinder richtet.

Ein paar aktuelle Beispiele aus den Einreichungen:

Lindt macht Jungen wild und Mädchen süß.
Niederegger macht Eier für Ostern und nur für Männer.
Der eigene Lady-Dübel von Fischer.
Die Ladies Bratwurst von Puttkammer.
Die Plüsch-Bohrmaschine von Sigikid.

Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Eines davon dreht sich um ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.