"Für 2018 prognostizieren wir das wohl größte globale Wirtschaftswachstum seit mindestens sieben Jahren. Allerdings gibt es einige Abwärtsrisiken, die Unternehmen berücksichtigen sollten. Dazu zählen der Fortschritt der Brexit-Verhandlungen, wichtige Wahlen in großen Ökonomien und protektionistische Tendenzen in einigen Schlüsselsektoren der Wirtschaft", so die Leiterin der Unternehmensberatung bei PwC-Österreich, Christine Catasta.

Afrika holt auf

In Bezug auf die Kaufkraftparität ist laut der PwC-Studie China die weltweit größte Wirtschaftsmacht. Das Land der Mitte könnte 2018 um sechs bis sieben Prozent wachsen, was langsamer als zuvor sei, jedoch den Erwartungen entspreche. Zu den 17 Volkswirtschaften, die Chinas Wachstumsrate übertreffen werden, zählen unter anderem Indien, Ghana, Äthiopien und die Philippinen. Das deute auf einen Aufschwung in afrikanischen und asiatischen Ökonomien hin. Acht der zehn am schnellsten wachsenden Länder könnten in Afrika liegen.

30 Prozent des erwarteten Energieverbrauch von knapp 600 Billiarden Btu werden allein Indien und China verursachen. Dennoch sollten die Ölpreise weitestgehend stabil bleiben, da die OPEC und deren Bündnispartner die Begrenzung der Fördermenge von 1,8 Millionen Barrel pro Tag bis Ende des nächsten Jahres erweitern werden.

Niedrige Arbeitslosenquote

Zudem erwartet PwC, dass die Arbeitslosigkeit in den G-7-Ländern 2018 voraussichtlich auf den niedrigsten Stand sei 40 Jahren sinken wird. Das entspreche fünf Prozent beziehungsweise 19 Millionen Arbeitslosen.

Das Lohnwachstum sollte in einigen Ländern, in denen freie Kapazitäten begrenzt sind, eine leichten Aufwärtstrend verzeichnen, jedoch unter dem Niveau vor der Krise liegen.

Die Weltbevölkerung dürfte um weitere 80 Millionen Menschen anwachsen. Prozentuell wäre dies das geringste Wachstum seit 1950. Neun von zehn Kindern werden in Afrika oder Asien geboren. (dpa)


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W&V Redaktion
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