Die Initiatoren des Preises wollen Unternehmen nach eigenen Angaben zu "intelligenteren und innovativeren Strategien" zur Vermarktung ihrer Produkte anstiften und eine Debatte über die Wirkung von Werbung auf gesellschaftliche Normvorstellungen in Gang bringen.

"Bekannte Spielwelt"

Der Hersteller des Experimentierkastens erklärte auf dpa-Anfrage zur Nominierung: "Weder Diskriminierung noch eine sexistische Grundhaltung spiegeln die Absichten des Kosmos Verlags wider." "Sollte der nominierte Experimentierkasten für Barbie-Fans einen anderen Eindruck vermittelt haben, bedauern wir dies." Man habe die Fans in "ihrer bekannten Spielwelt" abholen wollen. Die Inhalte seien die gleichen wie in klassischen Experimentierkästen.

Mit dem "Barbie"-Kasten können Mädchen einen rotierenden Schuhschrank, ein Schmuckkarussell, einen drehbaren Kleiderständer oder ein Gewächshaus bauen. Alles in rosa und kompatibel mit dem "Barbie"-Haus. 

Rollenbilder in rosa und hellblau 

Weil manche Produkte heute auf zwei Geschlechterbilder zugeschnitten sind - etwa in rosafarbener oder hellblauer Aufmachung - befürchten Kritiker, dass Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gehemmt werden. Manche sehen einen Zusammenhang zwischen den so vermittelten Rollenbildern und gesellschaftlichen Problemen - von Essstörungen bis hin zu Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen.

Der Goldene Zaunpfahl war 2017 erstmals verliehen worden: an Leselernbücher für Mädchen (Ponys und Prinzessinnen) und Jungs (Piraten und Polizisten). (fs/dpa)


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W&V Redaktion
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