Bei den Werberegulierern ist man sich natürlich darüber klar, dass die geplante Regelung von vielen Menschen als zu "politisch korrekt" kritisiert werden wird. Die ASA ist trotzdem der Ansicht, dies sei der richtige Weg. Die Verbraucher  - und auch viele Unternehmen – hätten ohnehin längst eine neue Sichtweise der Dinge: "Die alten stereotypen Bilder funktionieren nicht mehr."

Humor zieht nicht als Argument

Wer es dennoch damit versucht, sollte gewappnet sein – denn jeder Verbraucher kann Kampagnen, die nach seinem persönlichen Empfinden gegen den Code verstoßen, bei der ASA melden. Die Entschuldigung, eine bestimmte Aussage sei ja nur "humorvoll" gemeint, wird übrigens nicht als Verteidigung gelten – denn auch ein vermeintlich komödiantischer Ansatz könne immer noch genügend Schaden anrichten, finden die Werbe-Watchdogs.

Der neue Code of Conduct soll künftig für alle gängigen Werbeträger gelten – Print, TV, Kino, Prospekte/Beilagen und Online. Auch Social Media ist inkludiert: Bezahlte Posts sollen sich ebenso an die Regularien halten, soweit die postenden Influencer die entsprechenden Kontrollmöglichkeiten haben. "Schöne Menschen", etwa Stars, die in Kosmetikwerbung zu sehen sind, dürfen übrigens weiterhin eingesetzt werden - vorausgesetzt, die Kampagne hält sich ansonsten an die Regeln.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde