Verleger kontert :
Hanser-Chef wehrt sich gegen Kritik von Investor Thelen

Verleger Jo Lendle und DHDL-Juror Frank Thelen liefern sich einen Schlagabtausch. Nachdem der Startup-Geldgeber in die Verlagsbranche stark kritisierte, kontert der Hanser-Chef nun.

Text: Belinda Duvinage

Hanser-Verleger Jo Lendle glaubt an die Zukunft von Verlagen und Büchern.
Hanser-Verleger Jo Lendle glaubt an die Zukunft von Verlagen und Büchern.

Die Frankfurter Buchmesse steht ins Haus (10. bis 14. Oktober) und mit ihr häufen sich die Wortmeldungen zur Buchbranche. Vergangene Woche äußerte sich nun auch Startup-Investor und Höhle-der-Löwen-Juror Frank Thelen im W&V-Interview - und übte starke Kritik.

Thelen, der seine Autobiografie im Murmann-Verlag unterbrachte, wirft der Branche insgesamt zu starre Vermarktungskonzepte, zu wenig Mut und Leidenschaft vor. 

Jo Lendle, Chef des für anspruchsvolle Literatur bekannten Hanser-Verlags, hält dagegen. Die Buchbranche stehe eben für Substanz und nicht für Schaumschlägerei, sagt Lendle und zeigt sich fast amüsiert über die Vorwürfe des Start-Up-Investors: "Da schreibt jemand sein erstes Buch und pinkelt ersteinmal in die Ecke." Lendle ist seit 2014 Verleger bei Hanser. Der Verlag wurde bereits mehrfach für seine Marketing-Strategie ausgezeichnet.

Was Lendle sonst noch von Thelens Vorwürfen hält, und wie er die aktuellen Entwicklungen in der Buchbranche sieht lesen Sie im Interview in der aktuellen W&V Nr. 41/2018


Autor:

Belinda Duvinage

legt ein besonderes Augenmerk auf alle Marketing-Themen. Bevor die gebürtige Münchnerin zur W&V kam, legte sie unter anderem Stationen bei burdaforward und dem Münchner Merkur ein, leitete ein regionales Magazin in Göttingen und volontierte bei der HNA in Kassel. Den Feierabend verbringt sie am liebsten mit ihren drei Jungs in der Natur, auf der Yogamatte, beim perfekten Dinner mit Freunden oder, viel zu selten, einem guten Buch.