Haribo feiert 90 Jahre Gummibärchen

In Wirklichkeit heißt er natürlich "Goldbär" - der zirka zwei Zentimeter lange Fruchtgummi in Bärengestalt - erhältlich in knallig-bunten Farben. Haribo feiert nun den 90. Geburtstag seines Erfolgsprodukts.

Text: Markus Weber

Die Idee der Gummibärchen geht auf den Haribo-Gründer Hans Riegel sen. zurück. Inspiriert von Tanzbären, die damals als Attraktion auf Jahrmärkten zu sehen waren, kreierte er im Jahr 1922 in Bonn einen "Tanzbären" aus Fruchtgummi. In den 30er Jahren wurde das Sortiment um einen zusätzlichen Fruchtgummibär erweitert – den Teddybär. Er war bereits etwas kleiner und rundlicher und stellte sozusagen die Naschversion des beliebten Stofftiers dar.

Im Laufe der Jahre verkleinerte sich dann die etwas größere und schlankere Kultfigur des "Tanzbären" immer weiter - bin zum heute weltberühmten "Goldbär" mit seinen gerade mal 22 Millimetern und der bekannten gedrungenen Statur. Anfang der 60er Jahre wurde die Süßigkeit erstmals in den kleinen Zellophan-Beuteln verkauft. Und heute nun feiern die Haribo-Gummibärchen ihren 90. Geburtstag - im Jahr 2012.

Weltweit verlassen täglich (!) zirka 100 Millionen Haribo-Goldbären ihre Geburtsstätte. Mit einem Band aus den aneinandergereihten, stehenden Goldbären einer Jahresproduktion könnte man viermal den Erdball umrunden.

Die Liste der Produkt-Fans ist lang. Der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. soll angeblich gesagt haben, die Gummibärchen aus Bonn seien das Beste, was die Weimarer Republik hervorgebracht habe. Auch der Schriftsteller Erich Kästner, Nobelpreisträger Albert Einstein, Schauspieler Heinz Rühmann und der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer liebten die Süßigkeit aus dem Hause Haribo. Die heutige Werbepartnerschaft mit Thomas Gottschalk ist mittlerweile 21 Jahre alt.

Lieber Goldbär, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Bleib so, wie du bist.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.