Gründer Henning Siedentopp will das nicht kampflos hinnehmen. "Durch das Kopieren von Mela Rucksäcken schmücken Sie sich mit unseren Werten, die Ihnen nicht zustehen. Sie täuschen derzeit Kund:innen, die mit ihrem Kauf einen nachhaltigen Beitrag leisten wollen", schreibt er in einem offenen Brief an dm-Chef Christoph Werner und fordert: "Nehmen Sie diese billige Kopie wieder vom Markt!" Auch ruft er Fans auf, unter einem dm-Instagram-Post zu ihren Unmut kundzutun:

Dm hingegen gibt sich alles andere als schuldbewusst und beruft sich in einem Kommentar auf aktuelle Trends und dass nur noch Restbestände des Rucksacks abverkauft würden. 

Mittlerweile haben die Parteien wohl miteinander gesprochen. Die Antwort von dm war nicht zufriedenstellend heißt es seitens Mela. Man wolle vor allem noch einmal klarstellen, was dem Label wichtig ist: "Es geht nicht nur um die Nachahmung des Rucksacks, sondern vor allem um unsere nachhaltige Lieferkette in Indien und die Menschen, die dahinterstehen", so Mela Wear auf Instagram.



Autor: Katrin Ried

Ist Autorin der W&V. Neben Marketingthemen beschäftigt sie sich vorwiegend mit Zukunftstechnologien in Mobilität, Energie und städtischen Infrastrukturen. Für Techniktrends interessiert sie sich ebenso wie für Nachhaltigkeit, sozialen und ökologischen Konsum.