"FAS"-Interview mit Kasper Rorsted :
Henkel-Chef: "Mir ist egal, wo meine Leute arbeiten"

Henkel-Chef Kasper Rorsted prognostiziert ein Umdenken in deutschen Unternehmen. Der Manager hält nichts von Anwesenheitspflicht im Büro. 

Henkel-Chef Kasper Rorsted hält nichts von Anwesenheitspflicht im Büro. "Mir ist egal, wo meine Leute arbeiten, Hauptsache die Leistung stimmt", sagte der Manager der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Von ihm aus könnten seine Mitarbeiter auch "zwischendurch ins Fitness-Studio gehen und mir hinterher die Finanzanalyse schicken".

Die Präsenzkultur werde aussterben, sagte Rorsted voraus. Präsenz am Arbeitsplatz sei keine Qualifikation und kein Leistungsausweis. Die Digitalisierung werde das endgültig beenden. Er selbst sei "dieses Jahr 200 Tage unterwegs, immer allein, nur mit Koffer und Smartphone". Generell wollen die junge Leute freier entscheiden, wann und wo sie arbeiten, sagte der Henkel-Chef.

Für das laufende Geschäftsjahr verspricht der Henkel-Chef den Aktionären neue Höchstwerte in allen Disziplinen: "2015 werden wir ein neues Rekordjahr hinlegen, so viel kann man heute schon sagen", sagte Rorsted: "Wir wachsen im Umsatz um zehn Prozent, im Ergebnis noch um mehr."


1 Kommentar

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Anonymous User 23. November 2015

meiner meinung nach ist das unrealistisch.

das hieße es ginge alles über mails oder das telefon... das ist für mich total unproduktiv, weil nichts geht über persönliche gespräche.... ich merke jeden tag auf arbeit wies stockt und sich in die länge zieht, wenn entscheidende personen fehlen!

auf gut deutsch heißt das für mich eher "mir ist egal, wer für mich arbeitet"... es steht kein mensch mehr dahinter, sondern nur leistung...
persönlichkeit spielt keine rolle mehr.

diese entwicklung fänd ich schade.

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