Henkel-Marketerin Tina Müller zieht in den Beiersdorf-Vorstand ein

Top-Personalie in der Markenindustrie: Tina Müller wechselt W&V-Informationen zufolge vom Düsseldorfer Henkel-Konzern in den Vorstand der Hamburger Beiersdorf AG.

Text: Stephanie Gruber

04. Jul. 2012

Tina Müller wechselt W&V-Informationen zufolge vom Düsseldorfer Henkel-Konzern in den Vorstand der Hamburger Beiersdorf AG und klettert damit die Karriereleiter weiter nach oben. Müller war lange Jahre bei Henkel als Corporate Senior Vice President für das internationale Marketing im Bereich Körper-, Haut- und Mundpflege verantwortlich. Anfang des Jahres übernahm die 44-Jährige Geschäftsverantwortung im Konzern und führte zuletzt das Retail-Geschäft der Henkel-Kosmetik in der Region West- und Südeuropa.

Wie ein Henkel-Sprecher erklärt, wird Jens-Martin Schwärzler Müllers Aufgaben zum 1. Juli übernehmen - parallel zu seinen Aufgaben als Verantwortlicher für das internationale Marketing im Bereich Körper-, Haut- und Mundpflege. Schwärzler war zugleich Müllers Vorgänger als Retail-Verantwortliche.

Vor allem mit der Revitalisierung der Marke Schwarzkopf hat sich die Marketingexpertin Tina Müller einen Namen gemacht. Die Haarpflegemarke Syoss war die erfolgreichste Neueinführung im deutschen Kosmetikgeschäft. Unter anderem dafür wurde sie 2010 zum "CMO of the year" gekürt, im Jahr zuvor nahm sie den Deutschen Marketingpreis entgegen.

Welche Rolle sie innerhalb des Beiersdorf-Vorstands genau einnehmen wird, bleibt unklar. Die Managerin selbst will sich zum Wechsel nicht äußern. Auch Beiersdorf gibt keinen Kommentar. Insider berichten, dass sie aufgrund von Ausschlussklauseln in ihrem Vertrag erst in einiger Zeit beim Hamburger Konkurrenten beginnen darf. Wie es heißt, werde sie sich dort um die Marke Nivea kümmern. Die blau-weiße Traditionsmarke versucht sich gerade neu zu erfinden. Dabei soll Müller offenbar helfen, schließlich kennt sie sich seit Schwarzkopf mit angestaubten Marken bestens aus.


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Stephanie Gruber
Stephanie Gruber

ist Textchefin bei W&V. Die gebürtige Pfälzerin hatte schon immer ein Faible für Marken, besonders aus dem Bereich Lebensmittel. Kein Wunder: Sie ist quasi im Supermarkt ihrer Eltern aufgewachsen.



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