Influencer pushen Käsetee :
HeyTea will das chinesische Starbucks werden

Käsetee als Statusobjekt - Gründer Nie Yunchen zeigt mit HeyTea, wie man bei chinesischen Millennials zum Hype wird.

Text: W&V Redaktion

Tee mit einer dicken Schicht salzigem Käse obendrauf - mit diesem Getränk will HeyTea-Gründer Nie Yunchen in China zum neuen Starbucks werden.

Die Chancen stehen gut: Wohlhabende jungen Chinesen stehen derzeit stundenlang vor den minimalistisch gestalteten HeyTea-Filialen an - und das nicht unbedingt, um den Tee zu probieren, sondern um ein Selfie von sich auf dem chinesischen Social Network Weibu zu teilen. Mithilfe von Bloggern und Influencern hat Yunchen es geschafft, dass den chinesischen Millennials das Foto wichtiger ist als das Getränk. Der Becher Käsetee ist zum Statuskauf geworden.

Zur Auswahl stehen grüner und schwarzer Tee sowie Wulong- und Früchtetee. Auf Wunsch können Kunden frisches Obst dazu ordern. Die Käseschicht besteht aus einer Art Frischkäse aus Neuseeland, der mit Sahne verschnitten ist. Wie salzig er ist, können die Kunden selbst bestimmen.

Gründer Nie Yunchen will mit seiner Geschäftsidee die uralte Tradition der Chinesen, Tee zu trinken, retten. Die meisten jungen Chinesen würden Tee zu bitter finden. HeyTea soll Tee in der jungen Generation wieder cool machen, zitiert ihn der Spiegel.

Aktuell betreibt Nie rund 100 Filialen im ganzen Land. Der Umsatz liegt bei zwölf Millionen Euro pro Monat. Bis Jahresende sollen es 200 Filialen werden - und 26 Millionen Euro Monatsumsatz.


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