Interview im Tagesspiegel :
Hipp: "Üble Nachrede ist stärker als Werbeaufwand"

Claus Hipp hält den "Goldenen Windbeutel" von Foodwatch für seine Instant-Tees für üble Nachrede. Seine Breis verkauft er mittlerweile auch an Schulen.

Text: Markus Weber

12. Nov. 2012

Claus Hipp hält den "Goldenen Windbeutel 2012" von Foodwatch für die Hipp Instant-Tees für eine Form von übler Nachrede. "Dieser Preis hat uns zu Unrecht getroffen. Der Zuckergehalt in den Tees, die Foodwatch kritisiert hat, entspricht in etwa dem einer Apfelsaftschorle, bei der zwei Teile Wasser mit einem Teil Saft gemischt sind", sagt er jetzt in einem Interview mit dem "Tagesspiegel".

Dennoch hat der Babykost-Hersteller das Produkt mittlerweile vom Markt genommen und durch einen zuckerfreien Tee ersetzt. "Wir wollten die Verbraucher nicht verunsichern und wir wollten keinen Kampf in der Öffentlichkeit austragen. Die üble Nachrede ist immer stärker als der Werbeaufwand", so Hipp. Foodwatch hatte den Negativpreis nach einer Online-Abstimmung verliehen, an der sich fast 130.000 Verbraucher beteiligt hatten.

Unterdessen kündigt Hipp in dem Interview an, seine Babykost künftig noch stärker auch als bestens geeignetes Nahrungsmittel für Erwachsene promoten zu wollen. Jugendliche, junge Frauen, aber auch Ältere und Leistungssportler wie Magdalena Neuner oder der Deutschland-Achter würden verstärkt auf Babybreis zurückgreifen, "weil sie Energie bringen, aber die Verdauung leichter ist." In einigen Schulen seien die Gläschen bereits an Automaten erhältlich - und das mit großem Erfolg.

Claus Hipp selbst lebt ebenfalls sehr gesund - und offenbart dem "Tagesspiegel" nun, dass er - wenn nichts besonderes anliege - jeden Abend um neun Uhr schlafen gehe.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



0 Kommentare

Kommentieren

Diskutieren Sie mit