Die News auf der Homepage des Herstellers sprüht noch vor Optimismus: "Seien Sie nicht verwundert, wenn Ihnen demnächst ein vertrauter Name auf den Wetterkarten begegnet. Das haben wir ausgeheckt!" Die gute Laune bei Mini ist verflogen, nachdem "Cooper" in den Medien vor allem mit Kältetoten, geplatzten Rohrleitungen und frierenden Obdachlosen in Verbindung gebracht wird.

Die Guerilla-Aktion beinhaltet Online-Banner auf den Seiten von Wetterdiensten, Plakate im Look einer Wetterkarte und - natürlich - eine Verlängerung auf Facebook. Indes, ganz neu ist die Idee mit der werbewirksamen Taufe von Hochs nicht. 2007 benannte die Maggi-Agentur Optimedia ein Hoch nach dem englischen Vornamen "Maggi". M steht in der Mitte des Alphabets, ergo zog das Hoch erst im Frühling übers Land. Kälteopfer waren nicht zu beklagen.

Die Kosten für die Taufe einer Wetterlage belaufen sich auf 299 Euro. Die hätten sich die Mini-Werber aus heutiger Sicht wohl sparen können. Was als augenzwinkernder Werbe-Gag gedacht war, nahm in dem jüngsten Fall eine ungeahnte Wendung. Das Wetter kann eben niemand voraussehen. Die Wirkung einer PR-Aktion noch viel weniger.