Jung von Matt/Sports :
Hoffenheim - BVB: Kids laufen gegen Internetsucht ein

Unter der Regie von Jung von Matt/Sports setzten Intersport und der TSG Hoffenheim beim Spiel gegen den BVB ein ungewöhnliches Zeichen gegen Internetsucht bei Kindern. 

Text: Verena Gründel

Die Kinder interessieren sich nur für ihr Smartphone - und nicht für ihre Fußballstars.
Die Kinder interessieren sich nur für ihr Smartphone - und nicht für ihre Fußballstars.

Ein ungewöhnlicher Anblick: Die Fußballer der Mannschaften TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund marschieren unter dem Jubel der gesamten Wirsol-Rhein-Neckar-Arena auf den Platz. Je ein Einlaufkind begleitet die Profis. Doch die Kids scheinen sich nicht für das Spektakel oder ihre Stars zu interessieren. Sie starren allesamt auf ihre Smartphones. 

Die vermeintlich desinteressierten Einlaufkinder sind Teil einer Aktivierung von Intersport und dem Hoffenheimer Fußballclub. Mit dieser Aktion wollten sie auf Internetsucht aufmerksam machen. Dafür bekamen die Kinder am 4. Bundesliga-Spieltag beim Heimspiel der Hoffenheimer im Spielertunnel Handys und Tablets in die Hand, auf die sie sich während des Einlaufs konzentrieren sollen. 

#BleibamBall statt im Netz

Die Botschaft war auf ihren Shirts zu lesen: „#BleibamBall statt im Netz“. Sie richtete sich sowohl an die Kinder und Jugendlichen, als auch an deren Eltern. Initiiert und umgesetzt hat die Kampagne Jung von Matt/Sports, Intersports Sponsoring-Leadagentur.

Das Problem, das die Initiatoren ansprechen, ist kein triviales: Viele junge Menschen verbringen ihre Freizeit zunehmend im Internet anstatt beim Sport. In Deutschland sind laut einer Studie des Bundesministeriums für Gesundheit rund 600.000 Kinder und Jugendliche vom Internet abhängig – Tendenz steigend. Zweieinhalb Millionen gelten als sogenannte problematische Internetnutzer.


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.