Mit einigen seiner Kritikerinnen ist Hornbach auch direkt in  Kontakt getreten und hat sie am Montag zum Dialog in die Zentrale eingeladen. Drei Teilnehmerinnen haben offen ihre Sorge geäußert, dass der aktuelle Spot wie eine Ermutigung zu einem negativen Verhalten gegenüber asiatischen Frauen wirken könne. Dem widerspricht Pressesprecherin Anna Krall: "Anders als wahrgenommen, ist es unsere Absicht, typische Rollenklischees zu verdrehen. Es sind eben nicht die Frauen, die sich ausziehen, sondern die Männer. Die Frau ist es, die selbstbewusst und selbstbestimmt handelt und dabei ein vermeintliches Tabu bricht – in Hornbach-typischer, zugespitzter Kreation. Dass wir uns für eine fiktive asiatische Stadt als Schauplatz entschieden haben, hat einen einfachen Hintergrund: Um die möglichen Folgen einer weiteren Verstädterung zu zeigen, spielt der Spot in der Region mit der größten Hochhäuserdichte."

Hornbach betonte außerdem, sich in der Vergangenheit schon mehrfach gegen jede Form von Diskriminierung positioniert zu haben, unter anderem mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt 2008. Auch in den Kampagnen sei es wiederholt um gesellschaftliche Themen wie Mobbing, das Miteinander der Kulturen oder den Bruch mit weiblichen Rollenklischees gegangen.


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W&V Redaktion
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