Von den angekündigten 20 Ladenschließungen wurden bis zur Jahresmitte 5 abgewickelt, der Rest soll bis Ende des Jahres folgen. Gleichzeitig werden bestehende Läden modernisiert. Da sich ein Teil der Renovierungen nun ins nächste Jahr verschiebt, wird Hugo Boss 2017 auch etwas weniger investieren müssen als bislang gedacht und dürfte dadurch mehr Mittel in der Kasse haben. Der freie Cashflow, aus dem auch die Dividende bestritten wird, dürfte in diesem Jahr 250 Millionen Euro betragen und damit 30 Millionen Euro mehr als geplant.

Verstolperter Jahresstart

Allerdings hatte sich Hugo Boss im ersten Quartal schwere Patzer bei seiner Online-Strategie geleistet. Technische Probleme und ein falsches Produktangebot auf der Webseite sorgten für ein Minus von 27 Prozent in den ersten drei Monaten. Hugo Boss besserte nach. Zwischen April und Juni zogen die Online-Umsätze nun wieder um 9 Prozent an. Konzernweit stiegen die Erlöse um 2 Prozent auf 636 Millionen Euro. Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit stabilen Ergebnissen, Steigerungen sind erst ab 2018 geplant. Für 2019 und die Zeit danach will Hugo Boss stärker als der Markt wachsen.

Die Marketingaufwendungen sanken um zwei Prozent, aber für die aktuelle Kampagne hat es doch noch gereicht. Darin sind de Models Hannes Gobeyn und Kiki Willems in einer "Cinematic Journey" zu sehen. Jason Wu, Artistic Director von Boss Womenswear, kreierte den Film, den er zusammen mit Glen Luchford umgesetzt hat.

Das ist die Kampagne für die kommende Saison:

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am/mit dpa


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W&V Redaktion
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