Sexismus-Vorwürfe :
IBM zieht umstrittene Föhn-Kampagne zurück

Nach schweren Sexismus-Vorwürfen muss IBM seine Image-Kampagne zurückziehen. Das IT- und Beratungsunternehmen hatte versucht, mehr Frauen für die Wissenschaft zu begeistern. Mit einem Haartrockner.

Text: Daniel Lange

IBM hat es doch nur gut gemeint. Das US-amerikanische IT- und Beratungsunternehmen hatte versucht, mit einer Kampagne mehr Frauen für die Wissenschaft zu begeistern. Zentraler Gegenstand des knapp zweiminütigen Recruitingfilms: ein Föhn und jede Menge Klischees.

Denn: Wie bringt man Frauen dazu, sich für wissenschaftliche und technische Karrieren zu entscheiden? Natürlich nur durch die Aufforderung, Experimente mit einem Haartrockner zu machen, dachte sich der IT-Riese. 

#HackAHairDryer nannte sich die Kampagne, die inzwischen gestoppt wurde: Denn etliche erboste Forscherinnen hatten dem Unternehmen Sexismus vorgeworfen, wie der "Guardian" meldet.

Mittlerweile hat sich IBM entschuldigt und das umstrittene Kampagnen-Video zurückgezogen. Auf Youtube ist der Fauxpas trotzdem noch zu finden.

Auch im Netz ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten: