Bei der Europäischen Masthuhn-Initiative haben sich rund 30 NGOs aus ganz Europa zusammengetan, um unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Mindestanforderungen an die Hühnermast zu definieren. Dabei haben sie einen Kriterienkatalog formuliert, mit denen die Haltungsbedingungen von Masthühnern verbessert werden sollen. Zahlreiche Unternehmen weltweit - darunter Unilever, Nestlé, Danone, Frosta, KFC und Ikea - unterstützen bereits die Initiative und haben sich verpflichtet, die geforderten Kriterien zu erfüllen.

"Iglo ist einer der größten Produzenten von Tiefkühlkost in Deutschland und präsentiert sich als nachhaltiges und qualitätsbewusstes Unternehmen", heißt es in der Petition. "Für die Masthühner, die Iglo zu Chicken Nuggets und Chicken Sticks verarbeitet, gilt dieser Anspruch jedoch offenbar nicht." Da Iglo laut den Tierschützern es bislang ablehnt, wenigstens den schlimmsten Problemen der Massentierhaltung entgegenzuwirken, sollen nun die Verbraucher mit der Petition nun nachhelfen. 22.000 Unterschriften werden als Ziel angegeben, bislang haben schon über 21.650 Menschen unterzeichnet.

Wie der Fachtitel Lebensmittelpraxis vermeldet, hat Iglo bereits auf die Petition reagiert. In seiner Pressemitteilung verwies Iglo unter anderem auf die Kooperation mit dem WWF und das MSC-Siegel für nachhaltigen Fischfang. Bei der Masthuhnhaltung gebe es dagegen noch einen Weg zu gehen, "der offensichtlich nur über Regularien möglich ist". Einen Seitenhieb gegen die Protstierenden kann sich Iglo nicht verkneifen: "Iglo hat sich bislang – unabhängig von Initiativen und Unterschriften unter Petitionen – für einen nachhaltigen Wandel eingesetzt". Dennoch kommt es den Tierschützern nun entgegen: "Da in der Sache (Änderung der EU-Standards) bezüglich der Iglo-Haltung und dem Ziel der Initiative Einigkeit besteht, wird Iglo beziehungsweise (das Mutterunternehmen) Nomad Foods diese Petition nun auch öffentlich unterstützen."