Wachsendes Online-Geschäft :
Ikea plant Abholzentren und „begehbaren Katalog“

Ikea testet neue Vertriebswege. Der Möbelkonzern will 2016 bundesweit acht Abholzentren für Ikea-Waren einrichten, die Kunden online bestellt haben. Am geplanten Standort in Ravensburg geht das Möbelhaus aber offenbar noch einen Schritt weiter. 

Text: Frauke Schobelt

02. Nov. 2015 - 1 Kommentar

Der Möbelkonzern will 2016 bundesweit acht Abholzentren für Ikea-Waren einrichten, die Kunden online bestellt haben.
Der Möbelkonzern will 2016 bundesweit acht Abholzentren für Ikea-Waren einrichten, die Kunden online bestellt haben.

Ikea testet neue Vertriebswege. Laut Medienberichten will der Möbelkonzern 2016 bundesweit acht Abholzentren für Ikea-Waren einrichten, die Kunden online bestellt haben. Eine erste Station wurde testweise bereits in Leipzig eröffnet. Am geplanten Standort in Ravensburg geht das Möbelhaus aber offenbar noch einen Schritt weiter. Laut einem Bericht der "Schwäbischen Zeitung" plant Ikea dort eine Art "begehbaren Katalog".

Der Abholpunkt in Ravensburg soll im Januar eröffnet werden. Nach den Plänen, die der "Schwäbischen Zeitung" vorliegen, wird in der Eywiesenstraße dann eine Art Mini-Ikea entstehen. Käufer können dann ausgewählte Teiles des Sortiments vor Ort sehen und auch ausprobieren. Anscheinend ist auch eine Beratung geplant.

Der schwedische Möbelriese will sich zu seinen Plänen in Ravensburg erst während einer Pressekonferenz in den nächsten Wochen äußern. "Wir freuen uns sehr, dass Ikea sich für den Einzelhandelsstandort Ravensburg entschieden hat. Wenn es tatsächlich hier diesen zukunftsweisenden Versuch gibt, wäre das natürlich noch attraktiver", zitiert die Zeitung Ravensburgs Oberbürgermeister Daniel Rapp. Der Ikea in Ravensburg wird als Außenstelle des Einrichtungshauses in Ulm geführt.

Der schwedische Möbelhändler wächst in Deutschland, auch dank des stärkeren Online-Geschäfts. Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2014/2015 (Stand 31. August) stieg um 7,7 Prozent auf 4,35 Milliarden Euro, wie der Geschäftsführer der deutschen Sparte, Peter Betzel, Mitte Oktober im hessischen Hofheim berichtete. Der Online-Anteil am Milliardenumsatz ist zwar noch klein, legt aber kräftig zu: um 30,6 Prozent auf knapp 190 Millionen Euro.

Auf den Kassenbons standen im Durchschnitt um vier Prozent höhere Beträge, die mittlere Einkaufssumme pro Besuch und Kunde nahm auf 86,90 Euro zu. Weltweit hat Ikea im abgeschlossenen Geschäftsjahr 31,9 Milliarden Euro umgesetzt. Das bedeutete ein Plus von 11,2 Prozent, bereinigt um den Flächenzuwachs waren es noch um 5,1 Prozent höhere Erlöse. Besonders schnell wächst der Möbelhändler mit schwedischen Wurzeln in China und Russland. (mit Material von dpa)


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.



1 Kommentar

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Anonymous User 2. November 2015

Habe zuerst "Abholz-Zentren" gelesen :-)

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