Rabattpolitik wirkt nicht mehr wie früher

Neben sinkenden Kundenzahlen in den Läden machen Experten dafür auch eine "ausufernde Rabattpolitik" der vergangenen Jahre verantwortlich, die längst nicht mehr so wirke wie gewünscht. "Bislang hat der Möbelhandel darauf nur sehr wenige Antworten gefunden", stellt das Magazin "Möbelkultur" fest. Insbesondere bei den großen Möbelhäusern bleibe es bei der "wöchentlichen Prospektflut", obwohl vor allem jüngere Zielgruppen damit gar nicht mehr zu erreichen seien.

Profitieren konnten auch Billig-Anbieter wie die nordrhein-westfälischen Unternehmen Roller und Poco. Beide Unternehmen sind weiter auf Wachstumskurs. Durch die Übernahme der restlichen Anteile von Poco hofft XXXLutz nun nicht nur auf zusätzliche Einsparungen, sondern baut auch sein Discount-Geschäft aus. Das österreichische Unternehmen war schon zuvor zur Hälfte an Poco beteiligt.

XXXLutz will international weiter expandieren

Mit einem Gesamtumsatz von künftig rund 5,6 Milliarden Euro liegt das aus einem Handel für bemalte Bauernmöbel entstandene österreichische Unternehmen XXXLutz aber noch weit hinter dem Branchenführer Ikea, der im Geschäftsjahr 2016/17 (31.8.) einen weltweiten Umsatz von 34,1 Milliarden Euro erwirtschaften konnte.

Während Ikea in Deutschland knapp 4,9 Milliarden Euro erzielte, kam XXXLutz nach Berechnungen des Fachmagazins 2017 auf einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro. Hinzu kommt nun Poco mit einem Umsatz von 1,6 Milliarden Euro. Damit ist der Expansionsdrang des österreichischen Unternehmens jedoch noch lange nicht gestillt. Ob es weitere Übernahmen in Deutschland gibt, ist unklar. Bis zum Jahresende will XXXLutz mit der Eröffnung von neuen Märkten in der Schweiz und in Rumänien international weiter expandieren und künftig in zehn europäischen Ländern vertreten sein. (dpa)


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W&V Redaktion
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