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Im Pixar-Stil aus der Image-Krise: So inszeniert sich Chipotle

Raus aus der Image-Krise! Seit dem Hygiene-Skandal kämpft der einstige Überflieger Chipotle um seinen guten Ruf. Das Rezept der US-Fastfoodkette: ein süßer Animationsfilm im Pixar-Stil. 

Text: Sebastian Blum

Raus aus der PR-Krise: Chipotle setzt auf Altbewährtes.
Raus aus der PR-Krise: Chipotle setzt auf Altbewährtes.

Seit Sommer vergangenen Jahres steckt Chipotle Mexican Grill in der Krise. Der einstige Fastfood-Überflieger ist über einen Hygiene-Skandal gestolpert und abgestürzt. Für das Unternehmen gab es eine Hiobsbotschaft nach der anderen: Allein im Oktober erkrankten 141 Studenten am Boston College - darunter das halbe Basketball-Team - nach einem Besuch bei Chipotle. Die Kette kämpfte gegen Salmonellen, Kolibakterien und Noroviren - der Kampf gegen den Imageschaden dauert an. Schließlich inszenierte sich die Kette in der Vergangenheit als gesunde Tex-Mex-Alternative zu Konkurrenten wie McDonald's und Burger King.

Ob Chipotle der Befreiungsschlag gelingt, ist allerdings fraglich. Die Kette wirbt wie gewohnt, wärmt das alte Kreativ-Rezept einfach nur auf. Das heißt: In süßer Pixar-Optik mit liebevoll gestalteten Charakteren, die sich gegen die dunkle und unmenschliche Fastfood-Maschinerie stellen. Diese Taktik mag vor dem Skandal erfolgreich gewesen sein, zur Krisenkommunikation taugt sie jedoch wenig.

Zum Vergleich: Der Spot "The Scarecrow" aus dem Jahr 2013.

Hier der aktuelle Clip "A Love Story".

Werben wie bisher - diese Taktik kann nur schief gehen. Wenn das betroffene Unternehmen den eigenen Skandal nicht vollständig aufarbeitet, dürfte das Image dauerhaft Schaden nehmen. Bestes Beispiel ist etwa die Krisen-PR bei VW.