Bremen / Stuttgart: Der kleinste der Stadtstaaten schlägt sich wacker auf Platz vier. Der Werbeslogan "Bremen erleben" schiebt sich sogar auf Platz drei vor.

Stuttgart: "Wir können alles. Außer Hochdeutsch" – der baden-­württembergische Werbespruch gefällt den Befragten ohne Zweifel am besten. Hingegen sind der Differenzierungsstärke - und der Image-­Score geringfügig niedriger als der Bremen. Das Image ist ansonsten frei von Ausreißern nach oben oder unten.

Kiel: Schleswig-­Holstein wirbt für sich und seine Hauptstadt mit dem Slogan "Land der Horizonte" und erhält von den Befragten den zweitmeisten Zuspruch. Kiel wirkt vor allem attraktiv, ehrlich und natürlich.

Düsseldorf / Hannover / Potsdam: Düsseldorf profitiert vom NRW-­Slogan "Zusammen. Stark", der den Befragten so gut gefällt wie nur wenige andere Werbesprüche im Vergleich. Beim Image dominieren die Attribute Dynamik, Innovation, Modernität und Tradition. Hannover hat einen deutlich geringeren Differenzierungsstärke-­Score als Düsseldorf, ein gleich gut bewertetes Image sowie einen Claim, der den Befragten marginal schlechter gefällt als der NRW-­Slogan. Düsseldorf wirkt zwar attraktiver und moderner, Hannover jedoch ehrlicher und natürlicher. Potsdam wird wiederum als ehrlicher, sympathischer und traditionsreicher als Düsseldorf und Hannover und wird interessanterweise eher als Lieblingsstadt und führend in Deutschland eingestuft.

Mainz: Das Mainzer Image ist ein wenig zerklüftet, gute Beurteilungen bei Natürlichkeit und Sympathie stehen bescheidenen bei Innovation und Modernität gegenüber. 

Erfurt: Die Hauptstadt Thüringens hat ein sehr ähnlich strukturiertes Image wie Mainz, wobei die Karnevalshochburg etwas dynamischer und moderner eingestuft wird.

Wiesbaden: Weder beim Image noch bei Einzigartigkeit hinterlässt Wiesbaden eine positive Spur im Ranking. Einzig der Werbespruch ("An Hessen führt kein Weg vorbei.") gefällt den Befragten überdurchschnittlich gut und färbt auf Wiesbaden ab.

Magdeburg / Saarbrücken / Schwerin: Magdeburg kann sich gemeinsam mit Saarbrücken am geringsten von den anderen Landeshauptstädten differenzieren. Magdeburg wirkt noch ehesten unkompliziert, aber kaum dynamisch, besser als andere Städte oder als führend in Deutschland. Saarbrücken ist die Landeshauptstadt, die die Befragten am wenigsten als Lieblingsstadt einordnen und die das verbesserungswürdigste Image aufweist. Schwerin verfügt über ein gleich schwaches Image wie Magdeburg und ist die mit Saarbrücken differenzierungsschwächste Landeshauptstadt. Weil ebenso der Claim ("MV tut gut") den Befragten nicht gefällt, komplettiert die mecklenburg-­vorpommersche  Hauptstadt  das Verlierer-­Trio.



Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Autor: Frauke Schobelt

koordiniert und steuert als Newschefin der W&V den täglichen Newsdienst und schreibt selber über alles Mögliche in den Kanälen von W&V Online. Sie hat ein Faible für nationale und internationale Kampagnen, Markengeschichten, die "Kreation des Tages" und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.