Bankenwerbung :
Ja und Nein: So wirbt die Migros Bank in der Schweiz

In vielen Werbespots deutscher Finanzinstitute kommen Kunden ausführlich zu Wort. Auch bei der Schweizer Migros Bank - allerdings labern die Kunden im Spot von Jung von Matt/Limmat deutlich weniger. Und sie können sich beim Sparen via Social Media helfen lassen.

Text: Frauke Schobelt

21. Nov. 2012 - 2 Kommentare

Über was sie sich nicht alles Gedanken machen, die Kunden deutscher Finanzinstitute. In vielen Werbespots kommen sie ausführlich zu Wort und reden über ihre Ängste und Sorgen, ihr Misstrauen gegenüber der Finanzindustrie, ihr Unbehagen mit der schwierigen Materie oder schlicht ihr Unwissen, was die richtige Finanzierung angeht - und deshalb sehnen sie sich nach einem starken Partner an ihrer Seite. Im neuen Spot der Schweizer Migros Bank dürfen Kunden ebenfalls was sagen. Allerdings reicht ihnen ein schlichtes "Ja" oder "Nein".

Die von Jung von Matt/Limmat kreierte Kampagne strotzt vor Selbstbewusstsein und bringt die Botschaft kurz und prägnant auf den Punkt: "Wer weiß, was er will ist bei einer Bank, die weiß was sie tut". Bankenwerbung mal anders.

Eine neue, interessante Idee der Bank ist außerdem die Online-Plattform Migipig, die Internet Banking mit Social Media verknüpfen soll. So kann sich der Sparer mit Freunden und Verwandten vernetzen und gemeinsam sparen. Und das geht so: Auf www.migipig.ch erfasst der Benutzer seine Sparziele. Für jedes einzelne Ziel erstellt die Plattform eine eigene Internetseite, die man mit Text und Fotos ausschmücken kann.

Via Facebook oder E-Mail kann der Sparer die Ziele mit dem Freundeskreis teilen und sein persönliches Umfeld dazu motivieren, ihn bei der Realisierung seiner Wünsche zu unterstützen. Außerdem findet der Sparer auf der Plattform zahlreiche Partnerangebote und Rabattgutscheine. Matthias Hunn, Leiter Marketing der Migros Bank, erklärt: "Migipig bringt das gute alte Sparschwein und die Möglichkeiten des Web 2.0 zusammen. So macht Sparen mehr Spaß und Ziele lassen sich schneller erreichen."


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.



2 Kommentare

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Anonymous User 5. Juli 2013

Was ist das Hauptgeschäft einer Bank? Wenn es keine Schalter mehr gibt und man nur noch am Bankomat ein- oder ausbezahlen kann, ist das noch eine Bank? Die älteren Leute sind überfordert und Arbeitsplätze werden weg rationalisiert. Für mich - nein danke.

Anonymous User 22. November 2012

Was für ein wirrer Murks. Gut, dass das nur in der Schweiz läuft.

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