"Ich sehe Potenzial in der Marke"

Trotz hoher Investitionen in die beiden Werke in Göppingen und im ungarischen Györ sowie in das künftige Werksmuseum "Märklineum", "legen wir da nicht jedes Jahr drauf", versicherte Siebers Vater und Märklin-Mitinhaber, Michael Sieber. Der Modellbahnersteller gehört seit 2013 einer von Vater und Sohn gegründeten Familien-GmbH. Michael Sieber ist zugleich Inhaber und Chef des Fürther Spielwarenkonzerns Simba Dickie ("Bobby-Car").

Sieber senior machte derweil bei der Vorstellung der aktuellen Jahreszahlen klar, dass er trotz des ausgebliebenen Wachstums weiter an die Marke Märklin glaube: "Ich sehe Potenzial in der Marke." Man müsse aber Geduld haben. "Was in Jahrzehnten unterlassen wurde, kann man nicht in fünf Jahren nachholen." Zugleich räumte Michael Sieber aber ein: "Wir haben uns das nicht so schwer vorgestellt. Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollten". Für ihn sei Märklin ein langfristiges Investment, das man nachhaltig angehen müsse.

Kooperation mit Kleidermarke und Batterie-Hersteller

Um den Bekanntheitsgrad der Marke Märklin zu steigern, kooperiert der Modellbahnhersteller künftig mit dem Baby- und Kinderbekleidungs- Hersteller Kids Fashion Group. Der Lizenznehmer will künftig Märklin-Motive auf Jacken, Hosen, Strampler und Shirts drucken. "Wir erwarten, dass wir damit Kinder und Familien für Märklin begeistern." Das Märklin-Logo soll zudem häufiger auf Batterien für Kinderspielzeug prangen. Märklin hat dazu eine Lizenzvereinbarung mit dem Batterie-Hersteller Eures abgeschlossen, die zudem zusätzliches Geld in die Märklin-Kasse bringe. (dpa)

Märklin-Museum geplant: v.l. Hariolf Teufel (Kreissparkasse Göppingen), Florian Sieber (Geschäftsführender Gesellschafter Märklin), Guido Till (Oberbürgermeister Stadt Göppingen), Landrat Edgar Wolff.

Märklin-Museum geplant: v.l. Hariolf Teufel (Kreissparkasse Göppingen), Florian Sieber (Geschäftsführender Gesellschafter Märklin), Guido Till (Oberbürgermeister Stadt Göppingen), Landrat Edgar Wolff.


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W&V Redaktion
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