W&V-Auswahl :
Jung und kreativ: Wer 2015 die Branche rockt

Meinungsmacher, Querdenker, Umkrempler: W&V hat in der ersten Printausgabe 2015 die 100 wichtigsten Köpfe der Marketing- und Medienbranche bestimmt. In unserer Online-Auswahl zeigen wir die jungen Wilden der W&V-Liste - vom King of Youtube bis zur Fashion-Chefredakteurin.

Text: W&V Redaktion

- 2 Kommentare

Meinungsmacher, Querdenker, Umkrempler: W&V hat in der ersten Printausgabe 2015 die 100 wichtigsten Köpfe der Marketing- und Medienbranche bestimmt.

In unserer Online-Auswahl zeigen wir die 13 jungen Wilden der W&V-Liste. Es sind Florian Mundt, Caroline Drucker, Jessica Weiß, Sabina Hesse, Jana Kusick, Hanna Maria Heidrich, Juliane Leopold, Alexander Klöpping, Marten Blankensteijn, Nora-Vanessa Wohlert, Susann Hoffmann, Tarek Müller und Kerstin Weng.

Und hier sind die Begründungen der W&V-Redaktion:

Florian Mundt, Betreiber des Youtube-Kanals "Lefloid"

Mit seinem News-Format für junge Zielgruppen erzielt Mundt regelmäßig um die 800.000 Abrufe. Diese Fangemeinde nutzen Werbungtreibende für Produkt­platzierungen. Früher hieß das Schleichwerbung, heute gilt es als intelligenter Weg, die Digital Natives überhaupt noch zu erreichen.

Caroline Drucker, Kommunikationschefin der E-Commerce-Plattform Etsy

Sie hat das Vice-Magazin nach Deutschland geholt, der Wochenzeitung "Der Freitag" ins Netz geholfen und arbeitet nun als internationale Kommunikationschefin der Handelsplattform Etsy. Vor allem aber ist die gebürtige Kanadierin eine der lautesten Stimmen der Berliner (und damit der deutschen) Startup-Szene.

Jessica Weiß, Modebloggerin und Gründerin von Journelles

Die wohl bekannteste deutsche Modebloggerin baute bereits während ihres Studiums den Blog Les Mads auf – einen der ersten hierzulande. Und so gut, dass Burda mitmachte. Einige Jahre später, nach ihrem Ausstieg bei Les Mads und einem Zwischenstopp bei Interview, schob sie ihr zweites Projekt Journelles an. Auch dieser Blog läuft so gut, dass sie davon leben kann.

Sabina Hesse, Creative Director bei Heimat Berlin

Die 32-Jährige hat sich mit dem Etatgewinn von Otto in der Branche einen Namen gemacht und bereits zahlreiche Preise eingeheimst. Das nächste Ziel der gebürtigen Bukaresterin: eine internationale Kampagne zu kreieren, die etwas bewegt.

Jana Kusick, Managing Director Plista

Nach dem Verkauf an die Mediaagentur Group M wächst die Content- und Werbeplattform munter weiter. 300 Publisher kamen hinzu: darunter Welt.de, Spiegel.de, Sat1.de und RTL.de. Die Sales-Verantwortliche Kusick konnte über 250 neue Werbekunden gewinnen wie etwa Lidl, Eon, Henkel und H&M.

Hanna Maria Heidrich, Regisseurin

Die 30-Jährige hat einen Blick für das Surreale des Alltags. Das und ihre ungewohnt emotionale Bildsprache machen sie zur angesagtesten Werbefilmerin Deutschlands. Der internationale Durchbruch könnte 2015 klappen: Sie befindet sich in Gesprächen mit einem US-Sender. Es geht um ein Scifi-Serie, die Heidrich als Studentin an der Filmakademie Baden-Württemberg entwickelt hat.

Juliane Leopold, Chefredakteurin Buzzfeed Deutschland

Leopold, vor ihrem Wechsel als Social-Media-Redakteurin bei Zeit Online beschäftigt, holt den etwas anderen Journalismus ins Netz. Das Vorbild ist in den USA äußerst erfolgreich. Ob sie den deutschen Ableger des Viralportals auch hierzulande nach vorn bringen kann, muss sie in diesem Jahr beweisen.

Alexander Klöpping und Marten Blabkensteijn, Gründer von Blendle

Alexander Klöpping (l.) und Marten Blankensteijn wollen mit Blendle das beste Bezahlportal für Journalismus bauen, das es jemals gab. Sie denken radikal im Sinne des digitalen Nutzers: Verlagen verlangt er ab, auf Blendle einzelne Texte zur Verfügung zu stellen, herausgelöst aus ihrem Markenpaket. Springer und die New York Times glauben daran und investieren.

Nora-Vanessa Wohlert und Susann Hoffmann, Gründerinnen von Edition F

Mit ihrer Business-Lifestyle-Plattform für karrierebewusste Frauen haben die ehemaligen Gründerszene.de-Mitarbeiterinnen einen Nerv getroffen. Erst im Juni 2014 ging das Portal an den Start und macht bereits fünfstellige Monatsumsätze – auch dank großer Werbekunden, etwa Axel Springer, McKinsey oder Sixt. Dabei soll es nicht bleiben: Für den weiteren Ausbau von Edition F läuft derzeit die zweite Finanzierungsrunde.

Tarek Müller, Geschäftsführer About You

Angefangen hat alles mit dem Geheimprojekt "Collins". Der daraus entstandene E-Shop der Otto Group – Müller ist die rechte Hand von Kronprinz Benjamin Otto – soll anders als die der Konkurrenz vor allem Inspirationskäufe abdecken. Apps, eine personalisierte Startseite, von den Usern entwickelte Werbe­ideen: Mit dieser Strategie will der Digital Native eine neue, jüngere Zielgruppe ansprechen.

Kerstin Weng, Chefredakteurin Stylight

Ab sofort hat die ehemalige "Cosmopolitan"-Chefin ein neues Betätigungsfeld: Für die E-Commerce-Plattform Stylight entwickelt sie neue journalistische Produkte, die die User auf der Seite halten sollen. Das Know-how hat sie: Als Modejournalistin und erfahrene Lifestyle-Bloggerin weiß sie, wie Fashionistas ticken. Und kann jetzt die Ideen umsetzen, die im Verlagsbusiness nicht machbar gewesen wären.

Die kompletten "100 Köpfe" gibt es in der aktuellen W&V (Abo?).


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W&V Redaktion
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2 Kommentare

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Anonymous User 7. Januar 2015

Die Youtuber haben in punkto Product Placement dazugelernt und gehen damit wesentlich transparenter um als früher. Dafür binden Unternehmen sie nun deutlicher in ihre Kampagnen ein, wie etwa die TK Techniker Krankenkasse: http://www.wuv.de/digital/beeindruckende_kampagne_geteiltes_leid_der_youtube_stars.

Anonymous User 6. Januar 2015

Zu Florian Mundt:
Hieß früher "Schleichwerbung", heißt heute "product placement". Was sich nicht geändert hat: Dafür gibt es Regeln. Und an diese Regeln sollten sich auch Inhalteproduzenten bei YouTube halten, insbesondere wenn man bedenkt, dass die häufig viel jüngeren Rezipienten möglicherweise noch schlechter zwischen bezahlter Werbung und redaktioneller Berichterstattung unterscheiden können.

(Es entzieht sich meiner Kenntnis, wie Florian Mundt mit diesem Thema umgeht, dieser Kommentar ist daher nicht als persönlicher Vorwurf zu interpretieren.)

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