Kampagne :
Jung von Matt und der unsichtbare Mercedes

Den Mercedes F-Cell mit Wasserstoffantrieb bewirbt Jung von Matt unsichtbar. Wie das geht, sehen Sie hier.

Eine aufsehenerregende Idee - die keiner sieht: "Jung von Matt lässt Mercerdes verschwinden", könnte der Boulevard titeln. Denn genau das passiert in dieser Aktion von Jung von Matt/Alster, Hamburg, für Mercedes-Benz.

Es geht um das Modell F-Cell, das mit einem Wasserstoff-Antrieb fährt und daher keine Schadstoffe beim Fahren abgibt. Wie stellt man nun also "keine Schadstoffe" dar? Ganz einfach, dachte sich wohl JvM, indem man die Abwesenheit des Autos als Umweltverschmutzer inszeniert. "Für die Umwelt unsichtbar."

Gerade noch da, schon weg, und dann flackert es und der Wagen ist wieder da. Das F-Cell-Modell erschien wie von Zauberhand in den Straßen. Dazu wurden die Bilder von allem was der Wagen verdeckt, mit einer Kamera auf der einen Seite des Autos aufgenommen und auf der "sichtbaren" Frontseite mit Hunderten von LEDs wiedergegeben - schon scheint das Auto zu verschwinden.

Eine Woche lang fuhr der so präparierte Mercedes durch Deutschland. Die Tour der B-Klasse F-Cell begann in Hamburg, wo kürzlich die größte Brennstoffzellen-Tankstelle eröffnet wurde. Seit 2010 sind die ersten von insgesamt 200 Fahrzeugen in Kundenhand. Eine Markteinführung von Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzelle ist in den nächsten zwei bis drei Jahren geplant. Bis das Auto mit dem Wasserstoffantrieb Serienreife erlangt, wird es also noch ein Weilchen dauern.

Bei der Klappe 2012 gab es für den Film schon Bronze - die höchste Auszeichnung aber ist, dass er innerhalb von vier Tagen bereits vier Millionen Mal auf Youtube angeschaut wurde. Produziert hat den Film Markenfilm Crossing, Regie führte Daniel Schmidt.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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