Strategien des Handels :
"K-free"-Eigenmarke neu bei Kaufland

Der Eigenmarken-Boom im Handel geht weiter. Kaufland bringt unter "K-free" eine Produktpalette für Kunden mit Lebensmittelunverträglichkeiten auf den Markt. 

Text: Frauke Schobelt

Die Laktose- oder glutenfreien "K-free"-Produkte sind schnell an ihrem Design erkennbar.
Die Laktose- oder glutenfreien "K-free"-Produkte sind schnell an ihrem Design erkennbar.

Nach der Einführung der Eigenmarken "Kuniboo" und "Hip & Hopps" für Baby- und Kinderkleidung im Juli bringt die Handelskette Kaufland eine weitere Eigenmarke auf den Markt. Mit "K-free" bietet nun auch Kaufland, wie schon Rewe und Edeka, Produkte für Kunden mit Unverträglichkeiten wie Laktose- oder Glutenintoleranz. Eine Ausweitung der Marke hin zu weiteren "frei von"-Produktkategorien ist langfristig geplant, teilte das Unternehmen mit.

20 Artikel, darunter Joghurt, Schlagsahne, Milch, Speisequark, Schmand, Butter oder Nuss-Nougat-Creme, sind im lilafarbenen Design von "K-free Laktosefrei" im Angebot. Außerdem 16 glutenfreie Produkte wie Pasta, Brot, Brötchen, Muffins oder Bio-Müsli im orangefarbenen Design. Alle Verpackungen haben deutliche Kennzeichnungen, ob sie laktose- oder glutenfrei oder beides sind. "Bei der geradlinigen und bewusst reduzierten Gestaltung der Produkte war uns die schnelle Erkennbarkeit in unseren Filialen wichtig. Gerade Kunden, die spezielle und besondere Produkte einkaufen, schätzen die schnelle Orientierung und gebündelte Platzierung", sagt Stefan Hüttemeister, Markenführung International bei Kaufland.

Kaufland bezieht sich auf eine Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aus dem Jahr 2017. Demnach sind 20,3 Mio. Deutschen von einer Intoleranz betroffen. Außerdem nehme die Zahl der Menschen zu, die aus Gesundheitsbewusstsein auf gewisse Inhaltsstoffe verzichten möchten. Das Unternehmen glaubt deshalb nicht an eine "kurzfristige Modeerscheinung", sondern stellt sich auf eine langfristige Produktstrategie ein.