Die Geschichte hinter dem Markenzeichen

Auf der Unternehmensseite heißt es dazu: "Das Julius Meinl Logo zeigt einen Jungen mit Fez (rote Kopfbedeckung mit Quaste) als Hommage an die Geschichte, wie der Kaffee nach Wien kam. Das ursprüngliche Logo wurde von dem Wiener Plakatkünstler Josef Binder entworfen. 1924 wurde er gebeten, eine fiktive Figur zu entwerfen, die die Geschichte des kaiserlichen Boten und Kaffeehändlers Georg Franz Kolschitzky 1683 darstellen sollte. Binder zeichnete einen jungen osmanischen Kaffee-Experten, der eine Tasse zum Mund führt. Matteo Thun, der international bekannte Designer, gestaltete das Logo 2004 in seiner heutigen monochrom roten, stark vereinfachten Form neu. Er sagte, dass ihn die historischen Logovorlagen an Wiener Barockengel erinnerten und ließ dies in seinen Entwurf einfließen."

Auch nach der Überarbeitung des Logos folgte weiter Kritik von der Initiative "Mein Julius", die den "Meinl-Mohr" weiterhin als Symbol des Rassismus bezeichnete.

Immer wieder wurden Marken mit Rassismusvorwürfen konfrontiert und änderten deshalb ihre Logos oder Produktnamen. Alles andere wäre wohl auch kaum mehr zeitgemäß.



Autor: Katrin Ried

Ist Autorin der W&V. Neben Marketingthemen beschäftigt sie sich vorwiegend mit Zukunftstechnologien in Mobilität, Energie und städtischen Infrastrukturen. Für Techniktrends interessiert sie sich ebenso wie für Nachhaltigkeit, sozialen und ökologischen Konsum.