Aktion gegen Schaulustige :
Kampagne gegen Gaffer wird zum Viralhit

Die Agentur Blickfänger hat zusammen mit der Feuerwehr Osnabrück einen Spot gedreht, der Menschen eindringlich die Gefahren des Gaffertums zeigen soll.

Text: Manuela Pauker

Die schlimmen Folgen der Sensationsgier, eindrücklich umgesetzt
Die schlimmen Folgen der Sensationsgier, eindrücklich umgesetzt

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst haben zunehmend ein Problem mit Schaulustigen, die Rettungsmaßnahmen behindern. Die Osnabrücker Agentur Blickfänger hat nun zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück Stadtmitte sowie dem Bürgerverein Wüste und der örtlichen Sparkasse einen Spot produziert, der vor Augen führt, welche dramatischen Auswirkungen das Gaffertum haben kann.

Die Handlung: In dem Video "Schaulustige – Sei kein Gaffer" befinden sich drei junge Leute auf der Rückreise vom Urlaub, als sie an einer Unfallstelle vorbeikommen. Sie halten an, machen Fotos und Selfies von dem schweren Verkehrsunfall, die sie auch sofort posten – und dafür jede Menge Likes kassieren. Das spornt sie noch weiter an.

So sehr, dass sie sogar die Rettungsarbeiten behindern und nicht einmal von einem Feuerwehrmann aufgehalten werden können. Bis eine unerwartet dramatische Wendung alles in anderem Licht erscheinen lässt.

Der Spot ist unter dem Hashtag #seikeingaffer innerhalb kurzer Zeit zum Viral-Hit avanciert – mehr als fünf Millionen Nutzer sahen ihn bisher auf Youtube, Facebook und Twitter.

Hinter der Agentur Blickfänger stehen die Osnabrückerin Elena Isabel Walter und der Dortmunder Emanuel Luca Zander-Fusillo. Die beiden haben sich während des Studiums an der Fachhochschule Dortmund kennengelernt und zusammen bereits einige Filmprojekte umgesetzt.

Von der positiven Resonanz sind die beiden Kreativen überrascht, so Walter zur Neuen Osnabrücker Zeitung: "Dass das Video in dieser Form viral geht, damit haben wir so nicht gerechnet."


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde