Erst vor wenigen Tagen äußerte Bundeskanzlerin Angela Merkel Kritik an der deutschen Wirtschaft bezüglich des Umgangs mit Daten. "Mir macht das Datenmanagement der deutschen Wirtschaft doch erhebliche Sorgen, weil viele Firmen ihre Daten auf Clouds von amerikanischen Firmen geben", sagte Merkel auf der Jahrestagung des Markenverbands in Berlin. "Irgendwann werden Sie nicht mehr Herr Ihrer Kunden sein", appellierte Merkel an die Vertreter der Wirtschaft.

Datenschutz

Gaia X verspricht volle Transparenz durch europäische Datenschutzstandards. Die Datensouveränität der Nutzer wird garantiert.

Im Bereich Industrie4.0 werde der Wandel besonders deutlich, betont Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Denn in der Produktion erzeugen unzählige Maschinen mit ihren Sensoren riesige Datenmengen, die von unterschiedlichen Herstellern verwaltet werden. Zur Analyse müssen die Daten der unterschiedlichen Maschinen nicht nur verbunden, sondern auch mit Geschäftsdaten in Verbindung gebracht werden. Am Ende dieses Prozesses locken Effizienzgewinne, Produktionsverbesserungen und zusätzliche Wertschöpfung. Um diese Vorteile zu nutzen, müssen aber aus verteilten Massenrohdaten verwertbare, datenbasierte und domänenspezifische Datenpools generiert werden.

Katalysator

Gaia X soll also nicht nur Daten schützen, sondern auch als Business-Katalysator dienen. Und zwar, in dem nicht-personenbezogene Daten unternehmensübergreifend verwertbar werden. Ziel ist ein übergreifendes, offenes Ökosystem, das zum Datenaustausch anregt und neue Geschäftsmodelle ermöglicht.

Nähere Informationen sowie Szenarien, wie Gaia X in der Praxis funktioniert, finden Sie hier.


Autor:

Rolf Schröter
Rolf Schröter

Als Mitglied der Chefredaktion und neugieriger Kurpfälzer interessiert sich Rolf Schröter prinzipiell für alles Mögliche. Ganz besonders mag er, was mit Design und Auto zu tun hat.