Testimonial :
Katzenberger-Interview: Für wen die TV-Blondine gerne werben würde

Im W&V-Interview äußert sich TV-Star und Testimonial Daniela Katzenberger völlig unverblümt über werbetaugliche Brüste, große Marken und kleine Schwächen.

Text: Anja Janotta

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Blonde Eigenvermarktung: Völlig unverblümt äußert sich TV-Star und Testimonial Daniela Katzenberger über werbetaugliche  Brüste, große Marken und kleine Schwächen.

Für welche Marke haben Sie früher das meiste Taschengeld geopfert?

Für Manhattan und L´Oréal-Schminke. Auch für Bübchen-Öl, Bübchen-Hautcreme und Nagellack von Manhattan habe ich mein Taschengeld ausgegeben. Das war nicht so teuer.

Und für welche Marke würden Sie heute eine richtige Stange Geld ausgeben und sich einen lang gehegten Traum erfüllen?

Das mach ich generell nie. Ich kaufe mir auch ab und zu Schminke. Aber so viel, wie die meisten denken, gebe ich für Schminke gar nicht aus. Denn ich werde ja meistens geschminkt. Wenn ich nicht selber meine eigene Make-up-Linie von LCN gegründet hätte, dann wäre ich ein riesiger MAC-Fan geworden. Ich habe bei meinen Produkten immer darauf geachtet, dass sie diesen hohen Ansprüchen gerecht werden. Qualität erkennt man schnell.

Welche Markenbeziehung von früher ist Ihnen heute eher peinlich?

Nee, alles, was ich früher verwendet habe, benutze ich heute auch noch.

Sie sind ja bereits Testimonial für den einen oder anderen Auftraggeber:  Was verbindet Sie mit der Marke? Was haben Sie, was die Marke (noch) nicht hat?

Perlweiss benutze ich seit meinem 14. Lebensjahr. Das habe ich damals aus Versehen bei meiner Mutter im Badezimmer benutzt und habe dann nach drei Wochen gemerkt, dass meine Zähne so arg weiß wurden. Damals war ich noch dunkelhaarig, da war der Kontrast noch viel größer. Da haben dann immer alle gesagt, dass ich so weiße Zähne hätte und dann dachte ich mir: wenn schon schief, dann wenigstens weiß. Ich wurde ja immer wieder von meinen Fans gefragt, ob ich mir meine Zähne habe bleichen lassen oder Backpulver verwende. Ich wollte dann ehrlich sein und habe gesagt, dass ich Perlweiss verwende. Das hat irgendjemand von den Perlweiss-Leuten durch Zufall gelesen und dann kam's dazu.  Poco-Domäne ist in Mannheim ganz groß. Sie bieten ein gesundes Mittelmaß und man kann es sich leisten. Meine Wohnung verwandelt sich immer mehr in Poco.

Sicherlich haben Sie ein paar Herzensmarken in Kleider- und Kühlschrank. Welche Marke(n) müsste(n) Sie nicht lange bitten, um für sie Ihren Kopf hinzuhalten? Und welche dürften anklopfen, wenn die Gage stimmt?

Für Guess. Ich finde, Guess ist nicht ganz billig, aber auch nicht schweineteuer und es sieht sehr schön aus. Vor allem haben sie viele Oberteile, wo ich meine Brüste reinbekomme, was ja sehr wichtig ist. Designerkleider sind schon sehr schön, aber da bekomme ich sie einfach nicht rein, weil sie so winzig geschnitten sind. Zudem würde ich gerne für Dany Sahne Werbung machen. Milchschnitte finde ich aber auch nicht schlecht. Wenn mir jemand ganz viel Geld für ein Diät-Produkt bezahlen würde, wo ich ganz genau weiß, dass man davon fett wird, dann könnte ich das nie machen. Dann würde ich mich so schämen und ich hätte ein ganz schlechtes Gewissen. Das wäre dann so, als ob ich jemanden anlügen würde. Das kann ich nicht.

Werbepause:  Welchen Spot sehen Sie persönlich am liebsten?

Zalando finde ich so geil - mit diesem Exorzisten und dem Mädel im Bett. Die ist ganz toll und lustig. Man merkt sie sich einfach. Ich habe gemerkt, dass, wenn man die Leute zum Lachen bringt, eher die Werbung im Kopf bleibt. Man muss nicht alles so ernst nehmen.

Erfahrung, Connections, Pröbchen, Aschenbecher: Mal ganz ehrlich - was haben Sie von Ihrem letzten Werbedreh mitgenommen?

Bettwäsche und zwei Sofakissen. Ach ja und ein Handtuch aus dem Hotel.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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Anonymous User 22. Januar 2013

Hammer-Interview! Knallharte Fragen, entlarvende Antworten, hoher Informationswert – herausragender Journalismus. Schade, dass es bei uns keinen Putlitzer-Preis gibt. Da darf man gespannt sein auf die nächste Fragerunde, vermutlich mit Gina-Lisa oder Silvie Van Der Vaart?

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