GfK-Geomarketing :
Kaufkraft: Deutschland verliert im Ländervergleich

Deutschland ist im europaweiten Kaufkraftvergleich in diesem Jahr leicht abgerutscht. Klarer Gewinner ist dagegen Island. Europaweit verfügen Verbraucher in den 42 untersuchten Ländern über ein Einkommen von insgesamt 9,18 Billionen Euro.

Text: W&V Redaktion

Europaweit verfügen Verbraucher in den 42 untersuchten Ländern über ein Einkommen von insgesamt 9,18 Billionen Euro.
Europaweit verfügen Verbraucher in den 42 untersuchten Ländern über ein Einkommen von insgesamt 9,18 Billionen Euro.

Deutschland ist im europaweiten Kaufkraftvergleich in diesem Jahr leicht abgerutscht. Das Land belege in dem Ranking nur noch Platz neun - nach Platz acht im Jahr 2015, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK-Geomarketing mit. Zwar sei die Pro-Kopf-Kaufkraft in Deutschland in diesem Jahr mit 21.879 Euro im Vergleich zu 2016 um zwei Prozent gestiegen. "Allerdings haben einige andere Länder bei der Kaufkraft noch stärker zugelegt", erklärte eine GfK-Sprecherin. Die Marktforscher hatten die Kaufkraft in 42 europäischen Ländern ermittelt.

Klarer Gewinner des Kaufkraft-Vergleichs ist nach GfK-Erkenntnissen in diesem Jahr Island. Das Land rückte mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 24.272 Euro von Platz neun auf Platz fünf vor. Auf Platz 1 rangiert weiterhin Liechtenstein mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von mehr als 63.000 Euro. Das Fürstentum verfügt damit über die fast achtzigfache Pro-Kopf-Kaufkraft der Menschen in der Ukraine, dem kaufkraftschwächsten Land Europas. Auf Platz zwei folgt die Schweiz.

Luxemburg kletterte um eine Stelle auf den Bronzerang und verdrängte damit Norwegen aus den Top 3. Das Land musste wegen seiner schwachen Landeswährung, der Norwegischen Krone, Federn lassen und rutschte auf den 4. Rang ab.

Europaweit verfügen Verbraucher in den 42 untersuchten Ländern über ein Einkommen von insgesamt 9,18 Billionen Euro. Dies sind 0,3 Prozent mehr als 2015. Als Grund für den vergleichsweise schwachen Zuwachs nennt die GfK neben der Währungsschwäche einiger Länder auch die teils stagnierenden Volkswirtschaften. (dpa)


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