Lidl hat schon eingelenkt

Wettbewerber Lidl wurde von Foodwatch schon zuvor für seine Kampagne in Sachen Kükentöten abgemahnt: Das Unternehmen hatte in Werbeprospekten und auf einer Internetseite angekündigt, dass man damit "jetzt Schluss" mache. Dabei hatte sich auch Lidl auf die schrittweise Umstellung seines Schaleneier-Sortiments bezogen. Die Discounter-Kette hat bereits eingelenkt und verwendet die monierte Werbung nicht mehr.

Das grundlegende Problem sei jedoch nach wie vor nicht behoben, mahnt Foodwatch: Weder Aldi noch Lidl würden in Richtung einer nachhaltigeren Eierproduktion steuern. Es gebe nach wie vor viele Millionen Legehennen in Deutschland, die unter den existierenden Bedingungen leiden würden.  

Die Verbraucherschutzorganisation fordert  daher ein grundsätzliches Umdenken in der Hühnerhaltung: Statt der Geschlechtsbestimmung im Ei solle man verstärkt auf "Zweinutzungshühner" setzen - robustere und weniger krankheitsanfällige Rassen, die sich sowohl für die Eier- als auch für die Fleischproduktion eignen. Zudem brauche es gesetzliche Vorgaben, die dafür sorgen, dass der Gesundheitszustand in jedem Tierhaltungsbetrieb genau erfasst und ausgewertet werden müsse.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde