Fifa Fußball-WM 2018 :
Kiew statt Moskau: Lufthansa patzt beim WM-Spot

Die "Mission Titelverteidigung" der Lufthansa hat einen Dämpfer bekommen. Die Airlinie stoppt den aktuellen Spot, weil er nur vorgibt, in Moskau gedreht zu sein. 

Text: W&V Redaktion

Das Ufer liegt in Kiew, nicht in Moskau.
Das Ufer liegt in Kiew, nicht in Moskau.

Die Lufthansa hat einen Werbespot für Flüge zur Fußball-WM nach Moskau zurückgezogen, weil die gezeigten Aufnahmen aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew stammen. Die Fluggesellschaft bestätigte den Sachverhalt am Montag und entschuldigte sich: "Wir haben in den ersten Kommentaren gesehen, dass dies in dem konkreten Fall die Gefühle einiger Nutzer verletzt hat". Das Video sei am Sonntagabend auf Youtube und Facebook gesperrt worden.

Der humorvolle Clip zeigte zwei deutsche Fußballfans in einem angeblichen Moskau, die für eine Verteidigung des WM-Titels alles genauso machen wollen wie 2014 in Brasilien - einschließlich der Kontakte zur Bevölkerung und des Abhängens am Strand. Als Kulisse dienten aber eine auffällige Kirche und andere Stadtszenen aus Kiew. Die Ukraine und Russland sind verfeindet, seit Russland 2014 die Halbinsel Krim annektiert hat und einen verdeckten Krieg in der Ostukraine führt.

Auch das Flußufer, das oben abgebildet ist, befindet sich in Kiew.  Am Montag war der Facebook-Post mit der kleinen Fluß-Szene noch zu sehen, nun ist auch dieser gelöscht:

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"Der Film wurde aus logistischen Gründen in der Ukraine gedreht", teilte die Lufthansa in Frankfurt mit. Dies sei bei Spiel- und Werbefilmen durchaus üblich. "Es geht darum, welche Vorstellung der Zuschauer von einem Ort hat." Die WM-Kampagne stammt von der Hamburger Agentur Kolle Rebbe in Zusammenarbeit mit Elbkind, DDB & Tribal Hamburg, Territory und Mindshare.

am/mit dpa


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