Deutsche wollen gesellschaftliche Umbrüche durch Kaufentscheidungen herbeiführen

Im internationalen Vergleich fällt besonders auf: Der Deutsche sieht sich selbst in der Verantwortung, durch seine Kaufentscheidungen Einfluss auf soziale und gesellschaftliche Missstände zu nehmen und somit Unternehmen zu besserem Handeln zu zwingen. Bei der Frage, was den größten Einfluss auf die Herbeiführung von Veränderungen hat, gaben 23 Prozent der internationalen Prosumer "Konsumentenverhalten" an. Unter den deutschen Prosumern waren mit insgesamt 58 Prozent mehr als doppelt so viele Personen dieser Meinung.

Dominique Lewis, Head of Strategic Planning bei Havas Worldwide, sagt dazu: "Wenn Unternehmen ihr gesellschaftliches, soziales und ökologisches Engagement als kaufentscheidendes Kriterium nutzen möchten, reicht es nicht mehr, sich schlicht über CSR zu profilieren. Entscheidend für den deutschen Markt der Zukunft wird die intelligente Verknüpfung von individuellen Nutzendimensionen und gesellschaftlicher, sozialer und ökologischer Verantwortung sein."

Denn auch das wollen deutsche Verbraucher, so Lewis: "Für Deutsche steht die Frage nach dem individuellen Nutzen eines Produktes oder einer Dienstleistung stets im Vordergrund. Die Akzeptanz und der ausdrückliche Wunsch nach billigen Lebensmitteln ist ebenso ein Ausdruck dieses Verhaltens wie die enorm gestiegene Nachfrage nach SUVs in Zeiten von globaler Erwärmung". Marken, die weiterhin erfolgreich sein wollen, müssen diesen Spagat meistern.  

Weitere Informationen zur Studie gibt es im Havas-Blog "The 186".  



Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Autor: Frauke Schobelt

koordiniert und steuert als Newschefin der W&V den täglichen Newsdienst und schreibt selber über alles Mögliche in den Kanälen von W&V Online. Sie hat ein Faible für nationale und internationale Kampagnen, Markengeschichten, die "Kreation des Tages" und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.