Der Sender dementiert das. Das Interesse am Pitch sei tatsächlich sehr groß, bestätigt ein Sprecher. "Dennoch ist das ZDF-Marketing keinesfalls überfordert." Es habe - anders als Agenturen W&V berichteten - keine ausschließlich wortgleichen Feedbacks gegeben. "Bei den Antworten an die Agenturen wurden teilweise Textbausteine verwendet, immer aber ergänzt mit einer individuellen Einschätzung von uns." Die Agenturen hätten nun Gelegenheit, ihre Präsentationen weiter auszuarbeiten und neue Ideen zu entwickeln. Absagen wurden nicht erteilt. Alle Agenturen haben laut ZDF weiterhin die Möglichkeit, sich am Pitch zu beteiligen.

Kreation und Media stehen zur Disposition

Im Verfahren um die Kreativetats geht es um Konzeption, Kreation und Produktion sämtlicher Kommunikationsmaßnahmen. Die Zusammenarbeit mit dem ZDF beginnt am 1. November und ist zunächst auf ein Jahr begrenzt. Danach kann der Vertrag bis zu dreimal um jeweils ein Jahr verlängert werden. Die Digitalmandate laufen zwei Jahre und können dann ebenfalls verlängert werden.

Im Übrigen vergibt das ZDF auch seinen Mediaetat für alle drei Sender, den die Publicis-Tochter Zenith hält.



Conrad Breyer, W&V
Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.