"Kundentäuschung": S.Oliver prüft rechtliche Schritte gegen Woolworth

Die Ramschaktion bei Woolworth könnte ein juristisches Nachspiel haben: Der Markenartikler S. Oliver bangt um seinen guten Ruf und spricht von "Täuschung des Kunden über die Qualität und den modischen Anspruch".

S.Oliver distanziert sich von der derzeit durchgeführten Aktion beim Billigkaufhaus Woolworth, das Ausschussware der Rottendorfer zum Dumpingpreis verhökert. Woolworth hatte das Modeunternehmen vorab nicht von der Verkaufsaktion in Kenntnis gesetzt. "Wir teilen die Begeisterung von Woolworth für S.Oliver Ware, aber wir verkaufen, statt der dort vorgefundenen Muster- und Ausschussware, lieber neuwertige und qualitativ geprüfte Ware direkt an unsere Kunden über unsere autorisierten Händler", sagt Mathias Eckert, Managing Director Sales bei S.Oliver. Bei der Ware handelt es sich laut Eckert hauptsächlich um Musterteile aus den Jahren 2009 bis 2011. Der Modemanager sieht in der Woolworth-Aktion "eine Täuschung des Kunden über die Qualität und den modischen Anspruch der angebotenen Ware". Der Markenhersteller prüft daher, ob die Aktion rechtlich unterbunden werden kann.


Autor:

Stephanie Gruber
Stephanie Gruber

ist Textchefin bei W&V. Die gebürtige Pfälzerin hatte schon immer ein Faible für Marken, besonders aus dem Bereich Lebensmittel. Kein Wunder: Sie ist quasi im Supermarkt ihrer Eltern aufgewachsen.



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