Der Anspruch an Contentkonsum hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Vor allem die jüngere Zielgruppe hat einen besonders hohen Anspruch an hochwertigen und relevanten Content. Influencermarketing ist die Möglichkeit, diesem Anspruch auf eine authentische Art und Weise gerecht zu werden. Es setzt also immer dann an, wenn klassische Medien nicht greifen.

Influencermarketing lediglich als Marketingmaßnahme abzutun, wäre aber natürlich falsch. Man darf vor lauter CPMs und CPOs nicht vergessen, dass wir es hier mit Menschen zu tun haben.

In letzter Zeit häufen sich Negativschlagzeilen: Prozesse wegen nicht gekennzeichneter Werbung, Flashmobs rivalisierender Follower in Innenstädten. Sind Influencer bald out?

Ga-Young Park Outfluencer, Flashmobs oder auch Nichtkennzeichnung der Werbung haben die positive Folge, dass das Influencermarketing professionalisiert wird und werden muss. Je mehr sich die Zusammenarbeit mit Influencern als Marketingdisziplin etabliert, umso klarer müssen Prozesse und Strukturen ausgebaut werden. Sowohl den Unternehmen und Agenturen als auch den Influencern müssen die rechtlichen Bedingungen, aber auch Risiken einer Kooperation bewusst sein. Standardisierte Abläufe, Briefings, Zusammenarbeit und vor allem Kooperationsverträge müssen transparenter sein.

Negativschlagzeilen rund um Influencer wird es sicherlich immer wieder geben. Rechtliche Rahmenbedingungen und auch professionalisierte Abläufe sind hier schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung.

Ga-Young Park, Account Supervisor Contentstudio bei iBeauty, Düsseldorf. Die Mediaagentur gehört zu Publicis Media und ist eine Customized Agency für den Kosmetikriesen L’Oréal.Ga-Young Park, Account Supervisor Contentstudio bei iBeauty, Düsseldorf. Die Mediaagentur gehört zu Publicis Media und ist eine Customized Agency für den Kosmetikriesen L’Oréal.

Interview: Martin Bell


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W&V Redaktion
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