Weder Kunde noch Agenturen äußern sich zum Thema.

Content à la carte

L'Oréal musste den Media-Etat turnusgemäß ausschreiben, hat sich dann aber entschlossen, gleich aufs Ganze zu gehen. Customized lautet das Stichwort, der Kosmetikkonzern will Neues wagen. Jede Werbeholding ist frei, ihre Teams interdisziplinär aufzustellen und individuelle Lösungen anzubieten.

Der Grund: Das Thema Content, heißt es, sei so, wie es von L'Oréal mit all seinen Agenturen einst angedacht war, nie recht zum Laufen gekommen. Angelegt war zum Beispiel der Content Cube von WPP als große eigenständige Agentur, sie ist aber eine kleinere Einheit geblieben, wenn sie auch die größte Content-Factory bei L'Oréal ist. Es ist generell sehr aufwändig und auch teuer, für verschiedene Marken zielgruppengenau relevante Content-Angebote zu erstellen. Deshalb soll jetzt wohl eine neue Lösung her.

Wenn das Gesamtkonstrukt steht - und das wird noch eine Weile dauern - können die einzelnen L'Oréal-Marken mitreden, was sie wie nutzen. Andreas Neef führt den Pitch operativ, er wird das letzte Wort haben.



Conrad Breyer, W&V
Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.