Spielwarenmesse :
Lego plant Nationalspieler im Mini-Format

Der Spielwarenhersteller Lego will in diesem Jahr mit digitalen Produkten wachsen. Außerdem kooperiert das Unternehmen mit dem Deutschen Fußball-Bund. Die Spielwarenbranche besinnt sich derweil wieder auf Klassiker.

Text: Deutsche Presse-Agentur

Mit Star-Wars-Figuren und technischen Produkten hat der Spielzeughersteller Lego seine Geschäfte in Deutschland im vergangenen Jahr ausgebaut. Der Marktanteil sei minimal um 0,3 Punkte auf 17,2 Prozent gestiegen, teilte der dänische Konzern unmittelbar vor Beginn der Nürnberger Spielwarenmesse mit. Der Einzelhandelsumsatz stieg demnach um 9,1 Prozent. "Dieses Wachstum hatten weder wir noch unsere Händler erwartet", sagte Verkaufschef Christian Pau am Dienstag lediglich. Länderübergreifende Geschäftszahlen will der Konzern im März im dänischen Billund bekanntgeben.

In diesem Jahr will Lego Deutschland vor allem seine digitale Produktpalette ausbauen. Rund 70 Prozent des Produktportfolios bestehe 2016 aus Neuheiten, sagte Deutschland-Chef Frédéric Lehmann. Obendrein gab er mit Blick auf die Fußball-Europameisterschaft im Sommer in Frankreich eine Lizenzpartnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bekannt. Im Mai werde eine Minifiguren-Serie der deutschen Nationalspieler auf den Markt kommen.

Noch vor dem ersten Tag der 67. Spielwarenmesse in Nürnberg haben die Hersteller ihre Produktneuheiten der Öffentlichkeit präsentiert. Neben viel technischem Spielzeug wie Quadrocoptern und Robotern setzen die Unternehmen in diesem Jahr wieder verstärkt auf Klassisches. So feiern beispielsweise Knete, Bügelperlen und Brettspiele ein Revival. "Wir sehen, dass in Zeiten des Wandels und der gefühlten Unsicherheit die Rückbesinnung auf das Wesentliche eine wichtige Rolle spielt", sagte auch Ravensburger-Vorstandschef Karsten Schmidt, dessen Firma am Dienstag die Umsatzzahlen für 2015 bekanntgab.

Das mit Abstand meiste Geld sei erneut mit Spielen und Puzzles erwirtschaftet worden, teilte das Unternehmen mit. Renner seien zudem neue Auflagen der Brettspiel-Klassiker "Das verrückte Labyrinth" oder "Der zerstreute Pharao" gewesen. Auch dank des Zukaufs des schwedischen Holzeisenbahnherstellers Brio steigerte Ravensburger seinen Umsatz zum neunten Mal in Folge. Die Erlöse kletterten 2015 um 19,2 Prozent auf 444,9 Millionen Euro. Zum Gewinn will das Unternehmen erst im Juni Angaben machen.