Selbst genauer prüfen

Der gesteigerte Abverkauf durch gezielte Rabatte soll auch auf die bundesweite Strategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) "Zu gut für die Tonne" einzahlen, deren Logo ebenfalls auf den "Ich bin noch gut"-Boxen aufgedruckt ist. Gleichzeitig will Lidl damit zum globalen Ziel der Vereinten Nationen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster beitragen, Lebensmittelabfälle bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren.

Mit dem Aufdruck "Ich halte oft länger, als man denkt" unterstützt Lidl außerdem eine Kampagne der Organisation "Too good to go". Dieser soll die Kunden zu Hause daran erinnern, auf die eigenen Sinne zu vertrauen und Lebensmittel vor dem Wegwerfen prüfend anzuschauen, zu riechen und zu schmecken – immerhin sind sie oft auch nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums genießbar.

Kooperation mit Lieferanten

Lidl wird diesen Hinweis sukzessive auf verschiedenen Produkten wie Milch oder Joghurt anbringen, weitere werden folgen. Zudem finden Kunden auf verschiedenen Kommunikationskanälen wie lidl.de/Lebensmittelrettung Tipps zur passenden Portionierung und Lagerung von Lebensmitteln sowie Rezepte zur Resteverwertung.

Eine weitere Maßnahme der ganzheitlichen Lidl-Lebensmittelrettung ist die engere Zusammenarbeit mit Lieferanten. So werden nicht ganz so hübsche, aber geschmacklich einwandfreie Tomaten püriert als Tomatenbasis verarbeitet und in der Obst- und Gemüseabteilung angeboten.

Dem langjährigen Partner Tafel Deutschland stellt Lidl verzehrfähige und lebensmittelrechtlich unbedenkliche Ware kostenlos zur Verfügung. Was wirklich weder verkauft noch gespendet werden kann, wird zu Treibstoff: Diese Lebensmittel werden in Biogasanlagen zur Herstellung von Bio-Methan transportiert, das unter anderem als Biokraftstoff für Autos dient.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde