Pilotprojekt für Online-Handel :
Lidl stoppt Abholstationen für bestellte Waren

Gut eine Woche nach dem überraschenden Chefwechsel bei Lidl stampft der Discounter ein Pilotprojekt zum Ausbau des Online-Handels ein. 

Text: W&V Redaktion

Lidl trifft eine Wahl und entscheidet sich gegen das Pilotprojekt mit Abholstationen.
Lidl trifft eine Wahl und entscheidet sich gegen das Pilotprojekt mit Abholstationen.

Gut eine Woche nach dem überraschenden Chefwechsel bei Lidl stampft der Discounter ein Pilotprojekt zum Ausbau des Online-Handels ein. Die geplanten Abhol-Minisupermärkte "Lidl Express" würden nicht eingeführt, teilte Lidl am Donnerstag in Neckarsulm mit. Nach einer Machbarkeitsprüfung sei man zu dem Schluss gekommen, "das Pilotprojekt zum Online-Handel mit frischen Lebensmitteln nicht in eine operative Phase zu überführen". Man wolle sich auf den Ausbau internationaler Online-Shops fokussieren.

Das Projekt sollte an der Schnittstelle zwischen Online- und Offline-Welt ansetzen: Nach Bestellungen im Internet sollten Kunden Waren in den kleinen Filialen abholen können. In Berlin wurde eine Pilotfiliale eingerichtet, die aber nicht eröffnet wurde.

Auch andere Einzelhändler wie die Sportartikel-Kette Decathlon setzen auf das Konzept, bei dem Lagerkosten gespart werden. Supermarktketten wie Rewe experimentieren mit "Click & Collect"-Abholfunktionen, insgesamt sind sie im Lebensmittel-Einzelhandel aber noch nicht sehr verbreitet. Discounter-Konkurrent Aldi ist hier noch gar nicht tätig.

Vergangene Woche hatte sich die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl gehört, überraschend von ihrem Chef Sven Seidel getrennt und dies mit unterschiedlichen strategischen Auffassungen begründet. (dpa)


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