Kampagne für die Business-Plattform :
Linkedin wirbt mit Erfolg

Was ist Erfolg? Die Plattform, die zum Ziel hat, erfolgreiche Leute zusammenzubringen, regt in einer Kampagne dazu an, darüber nachzudenken, was #ErfolgBedeutet.

Text: Susanne Herrmann

Außenwerbung von Linkedin.
Außenwerbung von Linkedin.

Die Unternehmenssprecherin Gudrun Herrmann macht es vor: In einem Blogbeitrag auf Linkedin denkt sie darüber nach, was Erfolg ist. Angeregt von der aktuellen Kampagne der Plattform, die unter dem Hashtag #ErfolgBedeutet die Definitionen der Nutzer sammeln soll. Hat Erfolg mit Geld zu tun, mit Macht? Herrmann* definiert, schriebt sie, Erfolg heute im Gegensatz zu früher eher anhand der Flexibilität (Stichwort: Work-Life-Balance).

Seit 30. Oktober läuft die erste Crosschannel-Kampagne von Linkedin in Deutschland unter dem Motto #ErfolgBedeutet. Basis der Linkedin-Kampagne, die noch bis Ende November zu sehen ist, ist eine repräsentative Umfrage der Karriereplattform (durchgeführt von Yougov), der zufolge immerhin schon 27 Prozent der Befragten traditionelle Erfolgsfaktoren für überholt halten. Es muss also, fasst Gudrun Herrmann zusammen, nicht mehr "sechsstellige Gehälter und schnelle Autos" sein - Hobbys, Privatleben, Familie seien ebenfalls von Bedeutung. 

Glück als Erfolgsfaktor

So sehen der Befragung zufolge die meisten Menschen Glück (72 Prozent) oder Gesundheit (71 Prozent) als größten Erfolg. Das Berufliche dient den meisten als Weg, um später mehr Freiheiten zu haben. So möchten 17 Prozent bis zum Jahr 2027 in den Ruhestand gehen und diesen aktiv gestalten können. Finanzielle Aspekte wie eine Gehaltserhöhung (16 Prozent) oder ein sechsstelliges Gehalt (12 Prozent) werden selten als wichtig bewertet.

Gute Freunde (55 Prozent), die Familie (48 Prozent), Reisen (44 Prozent) oder Zeit für Hobbys (41 Prozent) werden höher gewichtet als die Karriereentwicklung. Nur rund jeder Zehnte arbeitet auf einen besser bezahlten Job hin und nur zwei Prozent sehen als ihren großen Wunsch eine höhere Position an.  

Motiv der Linkedin-Kampagne.

Motiv der Linkedin-Kampagne.

Auf der Studie und dem heterogenen Bild von Erfolg baut die Kampagne auf. In Großbritannien und Deutschland ist sie im Einsatz. 800 Außenwerbe-Plätze in Berlin und München zeigen verschiebende Deutungsmöglichkeiten für Erfolg. Eine klare Optik in Linkedin-Blau auf Weiß, dazu ein Schwarzweißfoto eines zufriedenen (erfolgreichen) Menschen - so schlicht und mit einem kleinen Logo soll die Kampagne Input sammeln unter #ErfolgBedeutet.

Auf digitalen Kanälen wird die Kampagne verlängert; eingesetzt werden Search-, Display- und Performance-Marketingmaßnahmen und Social Media sowie digitales Bewegtbild. Die Kampagne entstand gemeinsam mit den Agenturen BMB in London sowie Ad Pepper in Nürnberg. Für die klassische PR und Social Media zeichnen Hotwire und Serviceplan verantwortlich.

Außenwerbung mobil: Linkedin.

Außenwerbung mobil: Linkedin.

Herzstück ist die eigene Linkedin-Seite dazu, wo Blogbeiträge und Posts gesammelt werden. Auf Linkedin selbst hat der Hashtag bislang 181 Follower, sowohl auf Linkedin wie Twitter eine sehr überschaubare Zahl an Beiträgen. Allerdings verrät Gudrun Herrmann, dass innerhalb weniger Tage bereits mehr als 10.000 Nutzer sich mit #ErfolgBedeutet auseinandergesetzt haben und  "lesen, diskutieren, liken, sharen, wie sich ihre Sichtweise auf Erfolg für sie im Laufe ihres Lebens verändert hat".

Eine eigene Seite soll außerdem dazu inspirieren, bei einer Tasse Kaffee über die persönliche Definition von Erfolg nachzudenken  und diese zu teilen. Als Dankeschön gibt es personalisierte Tassen für die ersten 1000 Teilnehmer. Außerdem werden in den nächsten Tagen die Geschäftsleiterinnen LinkedIn DACH Alexandra Kolleth und Barbara Wittmann auf ihren Linkedin-Profilen persönliche Blogposts zu ihren Definitionen von Erfolg veröffentlichen.

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Am 17 November wird es zum Thema außerdem die Diskussionsrunde #ErfolgBedeutet geben; das Panel wird im Linkedin-Büro in München tagen. In der Diskussionsrunde, geleitet von Moderator Friedemann Karig, sitzen der ehemalige Spitzensportler Thomas Lurz sowie die Influencerinnen Lara Loft und Jodie Calussi sowie zwei Linkedin-Mitglieder, die die Teilnahme am Panel gewonnen haben. Zu der Diskussionsrunde werden kurze Videos und Bilder mit Aussagen zum Thema Erfolg produziert, die in den nächsten Wochen über Linkedin, die Linkedin-DACH-Kanäle auf Facebook und Twitter als auch über das Magazin Business Punk und dessen digitale Kanäle laufen werden.

Ziel: Menschen im Mittelpunkt

"Mit dieser Kampagne", sagt Herrmann, "zeigt sich Linkedin von der emotionalen Seite." So stünden Menschen im Mittelpunkt der Kommunikation, "die auf der Suche nach ihrer persönlichen Definition von Erfolg sind und diese ehrlich und kompromisslos ausdrücken." 

Daher laute die Botschaft auch "Erfolg hat sich geändert" - die zeit der bisherigen Statussymbole im Job sei vorbei. Heute kann Erfolg bedeuten, "mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, sich sozial zu engagieren und etwas zurückzugeben oder etwas Neues schaffen zu können", sagt Herrmann.

Im Widerspruch zum Ansatz der Karriereplattform steht das deshalb nicht automatisch. Denn Linkedin wolle, so Gudrun Herrmann, seinen Mitglieder dabei helfen, "sich beruflich weiterzubilden, ihr Netzwerk auszubauen und letztendlich über Linkedin ihre – wie auch immer definierte – Karriere voranzutreiben". Auch wenn das bedeutet, mehr Zeit für die Familie und Freunde zu haben.

  

Digitale Außenwerbung von Linkedin in Berlin.

Digitale Außenwerbung in Berlin.

*) Offenlegung: Gudrun Herrmann und die W&V-Autorin Susanne Herrmann sind unseres Wissens weder verwandt noch sonstwie verschwägert.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.