Kampagne von FJR :
Loacker greift mit TV-Werbung an

Der Südtiroler Waffel- und Schokospezialiätenanbieter Loacker bläst mit einer 360-Grad-Kampagne zum Angriff auf den deutschen Markt - zusammen mit der Münchener Agentur FJR.

Text: Peter Hammer

Die Berge dürfen nicht fehlen: Loacker produziert an zwei Standorten in den Dolomiten.
Die Berge dürfen nicht fehlen: Loacker produziert an zwei Standorten in den Dolomiten.

In Italien ist Loacker Marktführer bei Waffeln. In Deutschland spielt die Marke kaum eine Rolle. Das soll sich ändern. Das Südtiroler Familienunternehmen startet mit einer breiten 360-Grad-Kampagne. Im Mittelpunkt stehen TV-Flights. Gesichert hat sich den Auftrag für den neuen Auftritt Fahrnholz & Junghanns & Raetzel aus München.

Start der Kampagne mit Spots auf Sendern der ProSiebenSat.1-Gruppe ist im April. Rund 7,5 Millionen Euro lässt sich Loacker allein die TV-Werbung kosten. Hinzu kommt das Investment für flankierende Maßnahmen in Print, OoH, PoS-Marketing und Social Media. Angepeilt wird ein zweistelliges Umsatzplus, bestätigt der deutsche Loacker-Vertriebschef Andreas Wilkening.

Vorausgegangen waren intensive Marktforschungen in verschiedenen Testmärkten, um die erfolgversprechendste Kommunikationsstrategie für Deutschland zu finden. Dabei hat sich TV als wirksamster Kanal herausgestellt. Wenig überraschend, denn mehr als 90 Prozent aller Spendings im Segment Süßgebäck flossen 2017 in Fersehwerbung, haben die Wettbewerbsbeobachter von Advision ermittelt.

Was Loacker bietet

Überzeugen will Loacker die Verbraucher mit Qualität und Geschmack. Das Unternehmen verzichtet bei der Produktion auf Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffe. Alle verarbeiteten Haselnüsse stammen aus Italien. Loacker selbst hat dort eigene Plantagen.

Das 1925 von Alfons Loacker in Südtirol gegründete Familienunternehmen entwickelte sich im Laufe der Zeit von einer kleinen regionalen Konditorei zu einer weltweit bekannten Marke, die heute in über 100 Ländern vertreten ist. Von den fast 350 Millionen Euro Umsatz werden 30 Prozent in Italien erwirtschaft, aber 70 Prozent im Ausland. Besonders stark ist die Marke auch im Mittleren Osten und in Asien.