Facebook-Aktion :
Mach mir den Bohlen: Monopoly lässt Spielfigur rauswählen

Ähnlich brutal wie Dieter Bohlen bei "DSDS" dürfen Fans des Brettspiels "Monopoly" jetzt via Facebook sein: Die Spielfigur mit den wenigsten Stimmen fliegt raus. Hasbro nimmt dafür den beliebtesten Neuling auf: Roboter, Katze, Diamantring, Hubschrauber oder Gitarre.

Text: Susanne Herrmann

Ihnen hat bei "Monopoly" das Bügeleisen immer Glück gebracht? Dann schnell ins Netz - oder verabschieden Sie sich schon mal, falls Sie bald ein neues Spiel kaufen müssen. Ähnlich brutal wie Dieter Bohlen bei "DSDS" dürfen Fans des Brettspiels nämlich nun via Facebook sein: Die Spielfigur mit den wenigsten Stimmen bei "Save your token" fliegt raus. In Zukunft spielen wir vielleicht also ohne Zylinder, Schlachtschiff, Hund, Schuh, Auto, Fingerhut, Bügeleisen oder Schubkarre. Die Spielfirma Hasbro nimmt dafür den beliebtesten Neuling auf. Zur Abstimmung stehen laut DPA Diamantring, Hubschrauber, Roboter, Gitarre oder Katze.

Seit Tagen lief ein Countdown, der die Spieler schon darauf vorbereiten sollte, dass ihre Hilfe gebraucht wird. Und der die Spielfiguren in neuem Kontext zeigte. "Fang", hieß es etwa zum Bild der Spielfigur Hund in Originalgröße neben einem Tennisball. Die Figur, die bis zum 5. Februar die wenigsten Stimmen in der Aktion "Rette deine Spielfigur" bekommt, fliegt raus. Momentan (16 Stunden nach Beginn der Aktion) liegt der Stiefel hinten mit nur gut 6000 Stimmen, der Hund scheint sicher mit etwa der zehnfachen Stimmenzahl.

Hasbro äußerte sich zunächst nicht zu den Hintergründen der Aktion, berichtet die Nachrichtenagentur DPA. US-Medien vermuteten, so DPA weiter, dass der Spielwarenhersteller mit der Facebook-Umfrage das angestaubte Image des Spiele-Klassikers, von dem seit 1935 etwa 275 Millionen Exemplare produziert worden sein sollen, verjüngen will. (dpa/sh)


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Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.