Data Dress und Roboter-Layout

Nutella ist nicht das einzige Beispiel für computergestützte Kreation. Auch H&M hat sich für das neueste Design seines Labels Ivyrevel im Februar dieses Jahres technische Unterstützung geholt. Stichwort: "Coded Couture". Auf Basis von Nutzerdaten, die mit Googles Awareness API gesammelt werden, entsteht so Mode, die persönliche Wege und Präferenzen in den Stoff einarbeitet. Der Lebensstil bestimmt das Design. Wie oft das sogenannte "Data Dress" verkauft wurde? Ist nicht bekannt.

Ein drittes Fallbeispiel: Passend zur Ausstellung "Hello, Robot Exhibition" hat das Vitra Design Museum auf künstliche Kreativität gesetzt. Ein Roboter hat das Layout des Begleitbuchs gestaltet. So soll es zumindest wirken. In Wahrheit ist es die Arbeit von Designer Chris Rehberger und seinem Büro Double Standards.

Sind das alles nur Spielereien oder ein Vorgeschmack auf die Zukunft? Ignorieren werden Marken die neuen technischen Möglichkeiten jedenfalls nicht. Ob sich menschliche Kreativität mit Algorithmen nachbilden lässt, darf aber bezweifelt werden.

„Machen Algorithmen Designer überflüssig?”


Autor:

Christa Catharina Müller
Christa Catharina Müller

Christa Catharina Müller ist Teil des Teams Digital Storytelling, der Entwicklungsredaktion des Verlags Werben und Verkaufen. Sie ist verantwortlich für die Konzeption und Umsetzung von Podcasts. Daneben experimentiert sie regelmäßig mit anderen Erzählformaten. Bevor sie zu W&V kam, war sie als freie Autorin mit den Schwerpunkten Mode und Digital tätig.