TV-Kampagne :
Männer als Sexobjekte: Diet Coke wird 30

Von Gärtnern und Fensterputzern: Diet Coke feiert in Großbritannien und weiteren europäischen Märkten seinen 30. Geburtstag mit einem Spot, in dem der makellose Body des britischen Models Andrew Cooper ganz im Mittelpunkt steht.

Text: Markus Weber

28. Jan. 2013 - 3 Kommentare

Die Marke Diet Coke feiert in Großbritannien und weiteren nord- und westeuropäischen Märkten ihren 30. Geburtstag mit einem TV-Spot, in dem der makellose Body des britischen Models Andrew Cooper im Mittelpunkt steht. Mit dem 60-Sekünder - entwickelt von der Agentur BETC London - bleibt die Marke ihrer Werbetradition treu, in der regelmäßig auf die Verführungskraft männlicher Top-Models gesetzt wurde. In Deutschland hat man sich mit der aktuellen Kampagne von Ogilvy & Mather Berlin für Coke Light allerdings für einen anderen Werbeansatz entschieden.

Der internationale Spot "Gärtner" wurde produziert von MJZ (Regie: Rocky Morton). Zu hören ist darin der Song "I just want to make love to you" von Etta James.

Im Jahr 1997 waren die Diet-Coke-Supermänner übrigens noch keine Gärtner, sondern Fensterputzer.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



3 Kommentare

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Anonymous User 30. Januar 2013

Sehr geehrter Herr Prauser,
in der Tat: Wir sollten speziell in der Werbebranche darüber nachdenken, ob "sex sells" die Botschaft ist, die wir senden und empfangen wollen.
Davon abgesehen hat aufgrund der Haltung dieser Film kaum einen Bezug zu #Aufschrei, denn: Der Mann ist ja hier kein Opfer.
Was geschieht? Eine Handvoll kindischer Frauen wirft ihm eine Cola-Dose vor die Füße in der Hoffnung, er werde sich das Hemd damit nass machen. Was macht er? Eine erotische Inszenierung daraus, indem er lasziv vor den Damen das Hemd auszieht und sich in ihrer Bewunderung/Verblüffung aalt. Und daraufhin davon geht. Weder wirkt er unterlegen noch unzufrieden. Der Mann bestimmt tatsächlich den Verlauf dieser Anekdote.
Darüber hinaus soll #Aufschrei, wie wir es auffassen, nicht Flirten und Freude an Erotik verderben und auch nicht alle Männer verteufeln, sondern es geht um gegenseitigen Respekt.

Anonymous User 30. Januar 2013

Man fragt sich, warum es niemand anstößig findet, dass halbnackte Männer in eindeutig sexuell intendierter Inszenierung Werbebotschaften vermitteln, vornehmlich an eine weibliche Körperschicht. Auch das ist - angesichts der aktuellen Debatte mal notwendig zu erwähnen - Sexismus pur. Wo bleibt denn hier bitte der #Aufschrei?
Sex sells. Unbestritten. Nicht, dass mich das stört. Wären es aber halbnackte weibliche Models, dann wäre das Gezeter sicher wieder groß.
Wenn eben zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht das selbe...

Anonymous User 28. Januar 2013

Wenn die Menschen so blöd sind, sich durch solche Werbung dazu zu bringen lassen diese Gift zu saufen, dann haben sie es nicht anders verdient!

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