Sportsponsoring :
Magdalena Neuner über Werbedeals: "Teilweise sehr belastend"

Olympiasiegerin Magdalena Neuner hatte während ihrer Karriere nicht nur Freude an Werbeengagements. Warum ihr die Sponsoren auch vier Jahre nach Karriereende noch die Treue halten, erzählte die Biathletin beim Sponsors Business Summit in Düsseldorf.

Text: W&V Redaktion

Die zweifache Biathlon-Olympiasiegerin und zwölffache Weltmeisterin Magdalena Neuner hatte während ihrer sportlichen Laufbahn nicht nur Freude an Werbeengagements. Über ihre Rolle als Testimonial und ihre Zukunftspläne sprach die Athletin beim Sponsors Business Summit 2016 (SpoBiS) in Düsseldorf.

"Ich habe nach meinem Karriereende eine andere Sicht auf meine Aufgabe als Testimonial bekommen", sagte Neuner, die 2012 ihre Sportkarriere beendete. "Ich habe es als Sportler nicht so wichtig empfunden, weil für mich der Sport immer an erster Stelle stand und ich mir über meine Werbeengagements nicht so viel Gedanken gemacht habe. Das lag aber vielleicht auch daran, dass ich sehr jung war." Man sei als Sportler zeitlich auch sehr eingeschränkt. "Ich empfand es damals teilweise auch als sehr belastend. Jetzt macht es mir sehr viel Spaß, meine Aufgaben mit ganzem Herzen ausführen zu können, weil ich nun wirklich Zeit dafür habe", sagte die Olympiagewinnerin laut einer Mitteilung des Veranstalters Sponsors Verlag.

Dass sie vier Jahre nach ihrem Rücktritt als Profisportlerin noch so interessant für Sponsoren ist, freut Neuner. Nach eigener Aussage hat sie "etwas mehr als zehn Werbepartner" und ist 50 bis 60 Tage im Jahr bei verschiedenen Veranstaltungen für Partner unterwegs. Für ihre Sponsoren sei insbesondere die Authentizität von Neuner entscheidend. "Dass ich bin, wie ich bin", so die 28-Jährige. "Es läuft richtig gut und bin sehr zufrieden, weil ich es auch sehr gut mit der Familie vereinbaren kann", sagte die ehemalige Biathletin, die im Sommer 2014 zum ersten Mal Mutter geworden ist. "Ich hoffe, dass es so weitergeht."

Eigentlich habe sie sich nach dem Karriereende "darauf eingestellt, dass mich meine langjährigen Sponsoren zwar noch eine Zeit lang unterstützen werden, wollte aber gleichzeitig die Augen und Ohren offen halten, was ich beruflich so machen kann". Dann habe sie aber schnell gemerkt, dass das Sponsoreninteresse nicht nachlasse und sie beruflich ausgelastet sei. "Deshalb habe ich gemerkt, dass ich mir erstmal keine besonderen Gedanken über mein berufliches Weiterkommen machen muss", so Neuner weiter.


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