Über den Preisdruck in der Branche klagt seit langem auch die GfK. Zu schaffen gemacht hatte ihr vor allem die wachsende Zahl von Startups, die mit Internet-basierten Umfragen schneller und preisgünstiger Marktforschungsdaten liefern als klassische Marktforscher. Die GfK-Umsätze waren daher in den vergangenen Jahren eingebrochen. Als Reaktion auf den Abwärtstrend hatte der Eigner GfK-Verein 2016 den Finanzinvestor KKR ins Boot geholt. Davon erhofft sich die Führung mehr Spielraum und Planungssicherheit bei Entscheidungen. 

Der BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. begrüßt in einer Stellungnahme "jede Diskussion, die sich ebenfalls mit der Qualität von Marktforschung auseinandersetzt und hilft, diese weiter zu optimieren". Der Berliner Verband will eine Arbeitsgruppe, ergänzt mit unabhängigen Fachleuten, beauftragen. Weiter heißt es: "Sollten sich Anhaltspunkte erhärten, werden wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern an Verbesserungen arbeiten."W&V Online/dpa


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.