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Markenstorys der Woche: Blush, Design und eine fliegende Modenschau

Blush provoziert zum Valentinstag, German Design Award 2017, "Absolut Lime" kommt im April, Modenschau an Bord der Lufthansa, Werbevolumen der Kreuzfahrtlinien, Kering macht satten Gewinn, Reckitt Benckiser bietet 16,6 Milliarden für Babynahrungshersteller.

Text: Frauke Schobelt

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Doppeldeutiges von Blush zum Valentinstag.
Doppeldeutiges von Blush zum Valentinstag.

Ausgewählte Markenstorys der Woche, diesmal mit dem German Design Award 2017, Blush, Kreuzfahrt-Linien, Absolut Vodka, Reckitt Benckiser, Kering.

Blush provoziert zum Valentinstag

Die Berliner Dessousmarke Blush provoziert dieses Jahr zum Valentinstag mit einer doppeldeutigen Botschaft. "Die große Headline kann einerseits als Absage an diesen kommerziellen Feiertag verstanden werden, wie auch als Aufforderung zum Sie-wissen-schon-was, wobei Blush Dessous durchaus eine Rolle spielen könnten", so das Unternehmen. Das Motiv kommt von der Berliner Agentur Glow und wird als Plakat und auf Social Media verbreitet. 

Kreuzfahrten: Werbung verliert an Fahrt

Deutsche Reedereien setzen den Sparkurs der Vorjahre fort und verringern 2017 ihr Werbevolumen um weitere zehn Millionen Euro. Das zeigt die "Werbemarktanalyse Kreuzfahrten 2017" von Research Tools. Im Gegenzug legen europäische Reedereien etwas zu. Das Gesamt-Werbevolumen der Branche lag 2017 bei knapp 90 Millionen Euro. Die dritte große Werbergruppe sind Reisevermittler, deren Anteil an den Werbeausgaben für Kreuzfahrten aktuell bei etwa 20 Prozent liegt. In der Kommunikation setzen deutsche Reedereien und Reisevermittler stark auf Printmedien, bei europäischen Reedereien hingegen haben Internet und TV zusammen einen Anteil von über 60 Prozent. Der Anteil der drei werbestärksten Marken am Gesamtvolumen verringert sich innerhalb von drei Jahren von 58 Prozent auf 37 Prozent. Topwerber ist erneut Aida Cruises mit deutlichem Abstand zu den Mitbewerbern. Aufsteiger in die Top 10 ist die Tallink Silja Line.  

Catwalk in der Lufthansa-Maschine

Zum Start der Fashion Week New York verwandelte die Lufthansa eine Maschine zum "FlyingLab". Die Passagiere erlebten während des neunstündigen Fluges LH400 von Frankfurt nach New York zwei Modenschauen, drei Experten-Vorträge zum Thema Mode und Technologie und konnten Fashion-Wearables ausprobieren. Der New Yorker Fashiondesigner Rubin Singer präsentierte an Bord eine Auswahl seiner neuen Kollektion. Dabei machten die Models den Mittelgang zum Catwalk. Damit alle Gäste die Modenschau und Vorträge verfolgen konnten, richtete die Lufthansa ein Inflight-Konferenzsystem mit sechs Kameras ein. Bei der zweiten Modenschau zeigte die Lufthansa-Crew Flugbegleiter-Uniformen aus den vergangenen 60 Jahren. Passagiere konnten sich außerdem an Bord von einem professionellen Haar-Stylist frisieren lassen. 

Foto: Lufthansa

Foto: Lufthansa

German Design Award 2017 

Die Gewinner des German Design Award 2017 stehen fest. Der Design-Wettbewerb wird vom Rat für Formgebung ausgetragen und prämiert Kommunikations- und Produktdesign. Newcomer des Jahres ist der Designer Benjamin Würkner, Spacekitchen Frankfurt. Hier geht es zu den Gewinnern.

"Absolut Lime" kommt in deutschen Handel

Vier Jahre nach dem letzten Flavor-Launch bringt die schwedische Wodka-Marke Absolut Vodka die Sorte "Absolut Lime" ab dem 1. April auch in Deutschland auf den Markt. Die Markteinführung wird von Social-Media-Aktionen und PoS-Werbung begleitet. In Deutschland bietet Absolut Vodka dann sechs verschiedene Geschmacksrichtungen an. 

Gucci, Yves Saint Laurent und Puma treiben Kering-Gewinn nach oben

Das florierende Geschäft der Luxusmarken Gucci und Yves Saint Laurent hat dem französischen Kering-Konzern zu einem Gewinnsprung verholfen. Unter dem Strich machte das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 814 Millionen Euro Plus. Zu diesem satten Anstieg um 16,9 Prozent gegenüber 2015 trug auch die Neuaufstellung des deutschen Sportartikelherstellers Puma bei, der ebenfalls zu Kering gehört. Wie Kering am Freitag mitteilte, legte der Konzernumsatz um 6,9 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro zu. Gut zwei Drittel davon entfielen auf das sehr profitable Luxussegment. (dpa)

Reckitt Benckiser will Mead Johnson für 16,6 Milliarden kaufen  

Der britische Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser macht mit der milliardenschweren Übernahme des Babynahrungsproduzenten Mead Johnson Ernst. Der Hersteller von Clearasil, Kukident und Calgon bietet für den US-Konzern insgesamt 16,6 Milliarden US-Dollar (rund 15,5 Mrd Euro), wie er am Freitag im britischen Slough mitteilte. Das entspricht 90 Dollar je Aktie. Die Reckitt-Benckiser-Führung verspricht sich von dem Deal Einsparungen von 200 Millionen britischen Pfund (235 Mio Euro), die binnen drei Jahren nach der Übernahme erreicht sein sollen. Mead Johnson bringt einen jährlichen Umsatz von rund 3,7 Milliarden Dollar mit, die Hälfte davon erzielt der US-Konzern in Asien (dpa).


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.



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